Zum 28. Mal in Frankenberg – das Bütower Heimattreffen

Burg Bütow des Deutschen Ordens, erbaut 1399–1405. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

Frankenberg(von Niklas Imhof/nh).  Parallel zum Park- und Lichterfest findet vom 28. bis 30. August 2015 das „Bütower Heimattreffen“ statt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 gelangten im Zuge der Vertreibung viele in Pommern ansässige Deutsche nach Westen in das Gebiet der heutigen Bundesrepublik und verloren dabei den Kontakt zu Nachbarn, Freunden und Familienmitgliedern. Die Stadt Frankenberg entschied sich zu Beginn der 1960er Jahre, wie zahlreiche andere Städte, den aus Bütow vertriebenen Deutschen mit Hilfe eines „Heimattreffens“ einen Anlaufpunkt zu bieten, der es möglich macht, einen beträchtlichen Teil der ehemaligen Bürgerschaft regelmäßig an einem Ort zu versammeln.

 Die Besuche der Vertriebenen und ihrer Nachkommen sind ein Stück lebendiger Erinnerungskultur, das vor allem die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den in Deutschland verstreut lebenden Bütowern und ihrer Ersatzheimat in den Vordergrund stellen soll. Diese regelmäßigen Treffen bieten die Chance, einerseits ein Wiedersehen mit den Menschen der gemeinsamen Vergangenheit zu feiern, und andererseits auch den nachfolgenden Generationen die eigene Geschichte vor Augen zu führen sowie neue Freundschaften und Verbindungen entstehen zu lassen. Nach dem Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs entwickelte sich darüber hinaus auch der Kontakt zur polnischen Stadt Bytów, sodass seit Beginn der 2000er Jahre auch eine Delegation aus Polen regelmäßig den Weg ins Ederbergland findet. Die mittlerweile 28. Veranstaltung dieser Art startet bereits am Freitag, den 28. August, mit einer öffentlichen Sitzung des Heimatkreistages im Frankenberger Kreishaus. Den folgenden Tag werden die Bütower mit der Niederlegung eines Kranzes am Gedenkstein auf dem Frankenberger Friedhof eröffnen. Auf den Empfang der Besucher durch den städtischen Magistrat im Rathaus folgt ein Exkurs in die Ahnenforschung mitsamt Vortrag, der im ehemaligen Koster St. Georgenberg von Klaus-Dieter Kreplin gehalten wird. Ab 19 Uhr begibt sich die Festgemeinde dann in die Ederberglandhalle um das gemeinsame Beisammensein zu feiern. Der Sonntag wird gegen 8 Uhr 30  durch die Kirchenglocken eingeläutet, wenn man einen gemeinsamen Gottesdienst in der Liebfrauenkirche begeht.Danach treffen sich die ehemaligen Bütower im Umfeld der Ederberglandhalle, wo die „Feuerwehrkapelle Dodenau“ einige Stücke spielt, bevor es dann in der Halle gegen 10 Uhr 30  mit einer Kundgebung und anschließendem Mittagessen sowie weiterem Programm weitergeht.(od)

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