Sportvereine stärken im Umgang mit Extremismus

Expertengespräch am 22. Januar 2026

Korbach(pm). Der Sportkreis Waldeck-Frankenberg und das Netzwerk für Toleranz bieten Unterstützung und Informationen für Sportvereine. Der Umgang mit extremistischen Tendenzen im beschäftigt die regionale Sportgemeinschaft. Anlass hierfür war ein im Jahr 2024 öffentlich gewordener Gerichtsfall, über den eine Lokalzeitung berichtete: Ein Waldeck-Frankenberger Verein hatte ein Mitglied ausgeschlossen – aufgrund rechtsextremer Aktivitäten im privaten Umfeld. Der Korbacher Rechtsanwalt und Feuerwehrmann Christoph Weltecke warnte in einem Interview der Lokalzeitung, es sei absehbar, „dass wir Personen mit rechtsextremen Ansichten in Vereinen haben werden“. Gleichzeitig stellte er fest, dass sich immer mehr Vorstände mit der Problematik auseinandersetzen, um vorbereitet zu sein.


Der Sportkreis Waldeck-Frankenberg möchte diesen Prozess aktiv unterstützen und lädt gemeinsam mit dem Netzwerk für Toleranz Waldeck-Frankenberg alle Sportvereine der Region zu einem Expertengespräch unter dem Titel „Extremismusprävention im Verein“ ein. Die Veranstaltung findet am 22. Januar 2026 um 19 Uhr im Vereinsheim des TSV Korbach in der Karpatenstraße statt.
Fachliche Impulse kommen von der Sportjugend Hessen sowie dem Mobilen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus. Beide Einrichtungen geben praxisnahe Einblicke in:
1. aktuelle Entwicklungen im Bereich Extremismus und Radikalisierung,
2. Handlungs- und Präventionsstrategien für Sportvereine,
3. Unterstützungsmöglichkeiten, regionale Netzwerke und Ansprechpartner.


Neben den fachlichen Beiträgen steht der gemeinsame Austausch im Vordergrund. Die Veranstalter möchten erfahren, welche Fragen, Erfahrungen und konkreten Bedarfe in den Vereinen bestehen und wie Präventionsarbeit dauerhaft gestärkt werden kann. Es moderiert Markus Potthof, ehemals Landesjugendfeuerwehrwart. Eine Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung möglich. Interessierte Vereine werden gebeten, sich bis zum 15. Januar 2026 per E-Mail sportwafkb@live.de anzumelden. Der Sportkreis und das Netzwerk für Toleranz betonen die Bedeutung des Themas: Sportvereine seien Orte der Begegnung, der Gemeinschaft und der Wertevermittlung – und damit zentrale Partner im Einsatz für Demokratie und ein respektvolles Miteinander.
Die Veranstaltung ist kostenfrei dank der Förderung im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und dem hessischen Landesprogramm „Hessen aktiv für Demokratie, gegen Extremismus“.