Regierungspräsident besuchte Waldeck-Frankenberg

Waldeck-Frankenberg(pm). Der Regierungsbezirk Kassel umfasst die Regionen Nord- und Osthessen (NOH) und ist flächenmäßig der größte Regierungsbezirk in Deutschland. Die Regionen sind wirtschaftlich stark, besonders vielfältig und als weitgehend ländlicher Raum durch Landwirtschaft geprägt. Das Regierungspräsidium versteht sich als Mittler und Dienstleister für die Region. Um sich über wichtige Themen, Anliegen und Projekte in der Region zu informieren, besucht Regierungspräsiden tHermann-Josef Klüber die 6 Landkreise des Regierungsbezirks sowie die kreisfreie Stadt Kassel. In Waldeck-Frankenberg war er zum Thema Landwirtschaft und Ernährung unterwegs.

Landrat Reinhard Kubat, Bürgermeister Volker Becker, Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber, Kreislandwirt Martin Vollbracht, Präsident des Hessischen Bauernverbandes Karsten Schmal, Geschäftsführer Kreisbauernverband (KBV) Frankenberg Matthias Eckel, Geschäftsführerin des KBV Waldeck Stefanie Wetekam, Familie Bornemann mit Betriebsleiter Karl-Friedrich Bornemann, Olaf Fackiner, Vorsitzender des KBV Frankenbergt (auf dem Mähdrescher). Foto: RP Kassel
Besuch des landwirtschaftlichen Betriebs der Familie Bornemann

Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber traf sich mit dem Präsidenten des Hessischen Bauernverbandes, Karsten Schmal, weiteren Vertretern des Hessischen Bauernverbandes und der Kreisbauernverbände aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg zu einem gemeinsamen Austausch auf dem Betrieb der Familie von Karl-Friedrich Bornemann in Rhenegge (Gemeinde Diemelsee). In dem breit aufgestellten landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Bornemann werden Sauen und Rinder gehalten, Schweine gemästet und Ackerbau betrieben. Im Mittelpunkt dieses gemeinsamen Austauschs standen die Umsetzung des „Zukunftspakt Hessische Landwirtschaft“ der Landesregierung und des Bauernverbandes, mit der eine wichtige Grundlage zur Neuausrichtung der zukünftigen hessischen Agrarpolitik für unsere Bäuerinnen und Bauern beschlossen wurden.

Die Themen Tierhaltung und Tierwohl, die Umwelt- und Klimaschutzgesetzgebung, Änderungen im Bereich des Baurechts, die bisherige Erntebilanz des diesjährigen Sommers sowie künftige Chancen und Herausforderungen für die Landwirtschaft wurden erörtert. Dabei wurde schnell deutlich, dass es keinen Widerspruch zwischen konventioneller und ökologischer Landwirtschaft geben darf und großes Augenmerk darauf gerichtet werden muss, dass vor allem kleinere landwirtschaftliche Betriebe durch die vielfältigen Regelungen nicht überfordert werden dürfen und die Betriebe insgesamt noch wirtschaftlich geführt werden können.

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„Mir ist es zunächst wichtig, den Landwirtinnen und Landwirten in unserer Region für ihren unermüdlichen Einsatz Danke zu sagen. 365 Tage im Jahr stehen sie parat um uns weitgehend mit regionalen Lebensmitteln zu versorgen und ihre Tiere zu verpflegen. Mit ihrer Arbeit sorgen sie nebenbei auch für den Erhalt unserer bedeutenden Kulturlandschaft! Darüber müssen wir mehr reden und die Bedeutung auch gerade der Landwirtschaft für unsere Region besonders hervorheben. Aber ich will auch deutlich machen, dass das Regierungspräsidium die Sorgen der Landwirte ernst nimmt und sie im Rahmen seiner Möglichkeiten dabei unterstützt, die gewünschten Veränderungen praktikabel und wirtschaftlich tragfähig umzusetzen. Wir benötigen gerade hier in Nord- und Osthessen eine flächendeckende Landwirtschaft, damit die von den Verbrauchern gewünschte Versorgung mit Lebensmitteln aus der Region annähernd sichergestellt werden kann.

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Innovation und kreative Ideen sind erforderlich, um unter den bestehenden Rahmenbedingungen eine erfolgreiche Zukunft zu gewährleisten. Familie Bornemann ist hier wirklich beispielgebend und ich bin sehr beeindruckt was hier tagtäglich geleistet wird. Wir brauchen ein breites Verständnis in unserer Region für die Belange der Landwirtschaft“, so Klüber nach seinem Besuch.
Zudem hatte Regierungspräsident Klüber die Möglichkeit, sich mit dem Bürgermeister der Gemeinde Diemelsee, Herrn Becker, über Fragen der Wirtschaftsförderung in der Region und eine Ausweitung des Tourismusangebots auszutauschen.

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„Wir Bauern stellen uns den Herausforderungen beim Tierwohl, dem Gewässerschutz, der Artenvielfalt und dem Klimaschutz. Wir legen allerdings großen Wert darauf, dass alle damit verbundenen Politikentscheidungen auf sämtlichen Verwaltungsebenen in enger Abstimmung mit der Landwirtschaft erfolgen. Denn die Maßnahmen müssen für unsere Betriebe praktikabel und ökonomisch tragfähig sein“, betonte Präsident Schmal.

Besuch der Upländer Bauernmolkerei

Die Upländer Bauernmolkerei im Willinger Ortsteil Usseln, die ausschließlich Milch aus der Region verarbeitet, beabsichtigt, das bisher bestehende Unternehmen zu vergrößern. Regierungspräsident Klüber zeigte sich beeindruckt von den Erweiterungsplänen und betonte, dass es wichtig sei, innovative Unternehmen wie die Upländer Bauernmolkerei in der Region zu haben. Neben dem Präsidenten des Hessischen Bauernverbandes, Karsten Schmal nahm auch Landrat Dr. Reinhard Kubat an dem Austausch mit Vertertern der Molkerei und Milcherzeuger teil.

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19,5 Millionen Euro investiert das Unternehmen in ein neues hochmodernes Produktionsgebäude. Hierdurch können auch neue Produkte angeboten werden. Das Regierungspräsidium hat das Erweiterungsvorhaben fachlich begleitet. „Es freut mich, dass wir hier in der Region nicht nur Lebensmittel erzeugen, sondern auch verarbeiten. Die Upländer Bauernmolkerei zeigt, dass man auch vor Ort gut produzieren kann. Die regionale Wertschöpfung wird hier von Anfang bis Ende gelebt und die kurzen Transportwege sind gut für unser Klima. Ich wünsche den Verantwortlichen viel Erfolg für die Ausweitung des Standortes und werde die Erfolgsgeschichte gerne weiter beobachten“ so Klüber nach seinem Besuch.

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Neben der Milchverarbeitung war auch der Erhalt der regionalen Schlachthöfe ein wichtiges Thema. In der Region NordOstHessen gibt es noch drei Schlachthöfe, die in der Wertschöpfungskette bei der Herstellung regionaler Lebensmittel mit einbezogen werden können. Diese gilt es zu stärken um kurze Transportwege sicherzustellen.

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