CDU Waldeck-Frankenberg fordert Studie zur Optimierung der Fahrrinne der Oberweser

Fahrrinnenvertiefung kann zukunftsweisende und dauerhafte Lösung sein

Waldeck-Frankenberg(pm). Seit Jahrzehnten ist die Wasserbewirtschaftung von Edersee und Weser Dauerthema. Spätestens wenn in der Sommersaison der Wasserstand des Edersees dramatisch sinkt, tritt der ewige Interessenkonflikt zwischen Edersee-Tourismus und Schiffbarkeit der Weser zu Tage. Wir stehen zum Konzept der Triggerlinie. Allerdings haben die klimatischen Bedingungen der letzten Jahre die Situation deutlich verschlechtert. Die Schneeschmelze bringt nicht mehr den Zulauf früherer Jahre, ergiebige  Niederschlagsmengen im Frühjahr bleiben immer häufiger aus und Starkregenereignisse und Gewitter sorgen nur für kurzzeitige Entlastung.

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Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese: „Die Folge ist, dass die Weser in trockenen Jahren schon Wochen früher mit Ederseewasser gespeist werden muss, um die Triggerlinie zu halten.“ Der Leidensdruck für die Edersee-Region, die Schifffahrt auf der Weser sowie die gesamte Tourismusbranche verstärkt sich. Timo Hartmann, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion: „Auch die Herabsenkung des Zielpegels bei Hann. Münden von 1,20 Meter auf 1,15 Meter verlängert die Saison für Edersee und Schifffahrt auf der Weser kaum. Natürlich müssen die Ergebnisse analysiert und die richtigen Schlüsse daraus gezogen werden. Das Konzept Triggerlinie ist vorteilhaft in niederschlagsreichen Jahren. In Zukunft werden diese aber immer öfter ausbleiben.“

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Für die CDU Waldeck-Frankenberg steht fest, dass die Maßnahmen der letzten Jahre und Jahrzehnte in Zukunft immer weniger für Abhilfe sorgen werden. CDU-Kreisvorsitzender Armin Schwarz MdB: „Das ewige gegeneinander ausspielen der Interessen der Edersee-Region und der Schifffahrt auf der Oberweser führt zu nichts. Wenn der Edersee kein Wasser mehr abgeben kann, kommt auch nichts mehr in der Weser an.“ Je früher Wasser aus dem Edersee abgelassen werde, umso eher endet die Tourismussaison und die Schifffahrt auf der Oberweser. Hinzu komme, dass die Bedeutung der Bundeswasserstraßen als wichtiger Logistikfaktor zunehmen werde. „Es ist es deshalb an der Zeit, neu zu denken. Wir fordern den Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) auf, die Weichen für eine große Lösung zu stellen. Die Oberweser „schluckt“ im heutigen Zustand mit ihren vielen breiten Flussabschnitten viel Wasser. Eine Vertiefung der Fahrrinne könnte eine grundlegende und nachhaltige Verbesserung für Weser und Edersee herbeiführen. Als erste Maßnahme fordert die CDU Waldeck-Frankenberg eine Studie im Auftrag des Bundes, die alle Aspekte einer Fahrrinnenanpassung deutlich macht und sowohl ökologische wie ökonomische Auswirkungen bewertet“, so Schwarz abschließend.

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