Korbach(pm). Über Aufgaben und Probleme des städtischen Bauhofs informierten sich Mitglieder von Stadtverordnetenfraktion und Ortsverein der Korbacher SPD bei einem Besuch vor Ort im Homberger Weg, an dem auch Bürgermeister Stefan Kieweg teilnahm. Bauhofleiter Timo Schönweitz und sein Stellvertreter Stephan Klein informierten über die Arbeitsbereiche und führten über das Gelände und durch die Räumlichkeiten. Dabei wurde deutlich, dass von den Beschäftigten des Bauhofs eine Vielzahl unterschiedlicher Arbeiten durchgeführt wird, ohne die es zu Problemen im Stadtbild käme, weil nämlich Sicherheit, Sauberkeit und Ansehnlichkeit der Stadt und die Gesundheit ihrer Bürger beeinträchtigt wären. Dies umfasst insbesondere alle gärtnerischen Arbeiten einschließlich der von Besuchern immer wieder gelobten Bepflanzungen, Müllabfuhr und Abfallbeseitigung, Straßenreinigung, Mitarbeit bei Auf- und Abbau bei großen Veranstaltungen bis hin zur Befreiung der Straßen von Eis und Schnee bei winterlichen Straßenverhältnissen. Die Kindergärten werden durch Bau bedarfsgerechter Spielgeräte unterstützt, auftretende Mängel kurzfristig behoben. Ortsvereinsvorsitzender Dirk Leyhe dankte den Beschäftigten des Bauhofs ausdrücklich für ihre viel zu selten gewürdigte wichtige Arbeit für die Allgemeinheit.

Unverkennbar war bei der Begehung des Betriebsgrundstücks, dass hier zwar durch Einsatz neuer Elektronik und Arbeitsgeräte und fortwährende Umgestaltung möglichst gute Arbeitsbedingungen geschaffen werden, die Lagerflächen und insbesondere die Garagen und Räumlichkeiten aber höchst beengt sind und modernen Ansprüchen nicht mehr genügen. So dienen teilweise Container als Büros der Mitarbeiter. Die Fahrzeuge für den Winterdienst, die Müllabfuhr, die Straßenreinigung und andere am frühen Morgen auszuführende Arbeiten werden in Garagen untergestellt, sodass sie auch bei widrigen Witterungsverhältnissen sofort einsatzbereit sind. Dabei müssen diese aber in der Reihenfolge hinter- und nebeneinander geparkt werden, wie sie am Morgen die Garage verlassen müssen, da ein Rangieren räumlich schwer möglich ist.
Die Umkleide- und Aufenthaltsräume der derzeit 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 3 Auszubildenden sind zweckmäßig eingerichtet, jedoch wären auch hier freundlichere Räumlichkeiten wünschenswert. Erfreut nahmen die Besucher zur Kenntnis, dass nach Angaben von Bauhofleiter Schönweitz trotz der auch hier anfallenden Überstunden und, gerade bei Straßenglätte, Einsatzzeiten auch in der Nachtzeit kaum Fluktuation in der Belegschaft besteht und freiwerdende Arbeitsplätze problemlos neu besetzt werden können. Fraktionsvorsitzender Helmut Schmidt befürwortete aufgrund der baulichen Gegebenheiten jedenfalls mittelfristig den Neubau eines modernen Anforderungen entsprechenden Bauhofs, wie dies im Investitionsprogramm der Stadt für die nächsten Jahre vorgesehen ist, sobald die angespannte finanzielle Situation der Stadt diese erhebliche Investition erlaube. Dies sei nötig, um den steigenden Anforderungen an den Bauhof gerecht zu werden und den Mitarbeitern sichere und ansprechende Arbeitsbedingungen bieten zu können.





