Wiesbaden(pm). „Das Kita-Paket der Hessischen Landesregierung macht Kommunen und Trägern auch in Waldeck-Frankenberg das Leben leichter“ – so fasst der CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg die angekündigten Reformen zusammen, die jetzt im Wiesbadener Landtag auf den Weg gebracht werden. Claudia Ravensburg hatte als Fachpolitikerin an den Neuerungen mitgearbeitet. Im Kern steht eine umfassende Änderung des Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuchs (HKJGB) an, die Kommunen und Kitas flexibler agieren lässt: So darf der Anteil nicht-pädagogischer Fachkräfte künftig von 25 Prozent auf 30 Prozent erhöht werden. Einfacher anerkannt werden z. B. Physio-, Ergo-, Logo- und Motopäden – jeweils mit entsprechender Weiterbildung. Absolventen des Studiengangs „Sozialmanagement“ können nach einer entsprechenden Fortbildung künftig als freigestellte Kita-Leitungen anerkannt werden. Studienleistungen sollen teilweise durch Fort- oder Weiterbildung ersetzt werden können, ein wichtiger Schritt, um engagierte Fachkräfte trotz formeller Hürden zügig ins System zu integrieren. Kommunen und Träger erhalten zudem durch die Möglichkeit von Modellversuchen mehr Vertrauen und Gestaltungsspielraum, so Schad. „So können in Kita-Teams neue Wege erprobt werden, ohne sofort von der Bürokratie ausgebremst zu werden”, betont Ravensburg.
Als eine wichtige Maßnahme werden die Kita-Assistenzen (nicht-pädagogische Helfer) fest etabliert: 950 zusätzliche Jahresstellen – kostenfrei für Träger und Kommunen – sind ab 2026 zur Entlastung des pädagogischen Personals vorgesehen. Davon werden somit eine Vielzahl an Einrichtungen vor Ort konkret profitieren. Um all diese Maßnahmen umzusetzen, werden im Landeshaushalt jährlich zusätzlich 10 Millionen Euro für frühkindliche Bildung bereitgestellt. Wichtig sei in diesem Zusammenhang auch die Zusage von Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU), dass aus dem Sondervermögen für Infrastruktur in den Jahren 2026 bis 2029 jährlich 70 Millionen Euro für Neubau und Ausbau von Kitas in Hessen zur Verfügung stehen. „Das Kita-Paket 2025 steht für Vertrauen in unsere Kommunen: Sie bekommen mehr Freiheiten, um lokal passende Lösungen zu entwickeln und auszuprobieren. Und dazu kommt: Land und Bund stärken die Infrastruktur, damit unsere Kinder räumlich und pädagogisch die beste Betreuung erhalten. Das sind gute Nachrichten für Familien“, so Claudia Ravensburg.

