Bad Wildungen/Breitenau(Florian Gläser-Hoede). Seit vielen Jahren besuchen Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Geschichtsunterrichts der zehnten Klasse die Gedenkstätte Breitenau in Guxhagen. Auch in diesem Jahr war der Besuch eine wertvolle Erfahrung um das System der Internierungslager der Nationalsozialisten besser verstehen zu lernen. Nach der Ankunft und der Begrüßung wurde die bewegte Geschichte des ehemaligen Klosters Breitenau durch die Mitarbeiter vorgestellt. Im Anschluss folgte eine sehr interessante Führung durch das Gelände der Gedenkstätte. Hierbei wurde an verschiedenen Beispielen die leidvolle Zeit für viele Häftlinge verdeutlicht.

Besonders eindrucksvoll für die Jugendlichen waren die ehemalige Klosterkirche, in welcher die Bewohner Guxhagens im selben Raum wie zwangsweise einige Häftlinge sonntags den Gottesdienst besuchten, sowie eine sogenannte „Bestrafungszelle“, mit der Möglichkeit der vollständigen Verdunkelung um die dortige Haft unerträglich zu machen. An den Wänden dieser Zelle konnten, mithilfe der Handylampen, Inschriften und Zeichnungen der ehemaligen Häftlinge entdeckt und teilweise entziffert werden. Abschließend konnten die Schüler mit einigen erhaltenen Häftlingsakten arbeiten und dadurch vertiefte Erkenntnisse über einzelne Biografien von Häftlingen erhalten. Ein besonderer Dank gilt der GSG-Geschichtslehrerin Julia Bohn, welche selbst an einem Tag in der Woche in der Gedenkstätte arbeitet und den Schülern in jedem Jahr diese eindrucksvolle Exkursion ermöglicht.































