Mathematik als Schlüssel für Technik und Industrie

Kassel. Logisches Denken, Ausdauer und die Fähigkeit, komplexe Aufgaben strukturiert zu lösen, sind nicht nur im Mathematikunterricht gefragt. Sie zählen auch zu den zentralen Kompetenzen für technische Berufe, moderne Industrie und Innovation. Genau diese Fähigkeiten standen bei der Kreissiegerehrung des 58. Hessischen Mathematik-Wettbewerbs am 12. Mai 2026 in der Heinrich-Schütz-Schule in Kassel im Mittelpunkt. Ausgezeichnet wurden die erfolgreichsten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 aus Nordhessen. Sie hatten sich im Wettbewerb mit starken Leistungen durchgesetzt und bewiesen, dass mathematisches Können weit über Rechenfertigkeit hinausgeht: Gefragt waren analytisches Denken, Konzentration, Genauigkeit und die Fähigkeit, Lösungswege nachvollziehbar zu begründen. HESSENMETALL Nordhessen organisiert die Kreissiegerehrung seit vielen Jahren und verbindet damit auch ein klares Signal an den Fachkräftenachwuchs. „Mathematik ist weit mehr als ein Schulfach. Sie ist eine Schlüsselkompetenz für technische Berufe, für Innovation und für die Zukunftsfähigkeit unserer Region“, sagt Coralie Zilch, Geschäftsführerin von HESSENMETALL Nordhessen. „Gerade die Metall- und Elektroindustrie braucht junge Menschen, die logisch denken, Probleme strukturiert angehen, neugierig bleiben und Verantwortung übernehmen. Deshalb möchten wir mathematische Talente früh sichtbar machen und ihnen zeigen, welche Chancen ihnen diese Fähigkeiten eröffnen.“

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Auch Randy Foster, Ausbildungsleiter bei Rheinmetall, machte in seiner Laudatio deutlich, welchen Stellenwert Mathematik in der beruflichen Praxis hat. „In einem Industrieunternehmen wie Rheinmetall begegnet uns Mathematik jeden Tag – in technischen Prozessen, in der Produktion, in der Qualitätssicherung und bei der Entwicklung komplexer Systeme. Wer mathematisch denkt, kann Probleme analysieren, Entscheidungen absichern und Lösungen verbessern. Genau solche Fähigkeiten brauchen wir in der modernen Industrie“, sagte Foster. In die Anerkennung einbezogen wurden auch Eltern und Lehrkräfte. Denn mathematisches Talent entsteht nicht allein durch Begabung, sondern auch durch Ermutigung, Förderung und kontinuierliche Begleitung. Die Kreissiegerehrung würdigte deshalb nicht nur herausragende Einzelleistungen, sondern auch das Engagement der Schulen und Familien, die junge Menschen auf ihrem Weg unterstützen.

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Hintergrund: Mathematik-Wettbewerb des Landes Hessen
Der Mathematik-Wettbewerb des Landes Hessen wird vom Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen ausgerichtet und zählt zu den etablierten schulischen Leistungsvergleichen im Fach Mathematik. Er richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 und wird in drei Runden auf Schul-, Kreis- und Landesebene durchgeführt. Unterschieden wird dabei zwischen den Aufgabengruppen A für den Gymnasialbereich, B für den Realschulbereich und C für den Hauptschulbereich. In der ersten Runde am 4. Dezember 2025 nahmen hessenweit mehr als 50.000 Schülerinnen und Schüler an über 500 Schulen teil. Die Schulsiegerinnen und Schulsieger qualifizierten sich für die Kreisrunde am 4. März 2026. Die daraus hervorgegangenen Kreissiegerinnen und Kreissieger traten am 12. Mai 2026 in der dritten Runde an und wurden anschließend im Rahmen der Kreissiegerehrung ausgezeichnet. Die landesweit Besten werden am 23. Juni 2026 bei der Landessiegerehrung geehrt, die ebenfalls in Zusammenarbeit mit HESSENMETALL und dem Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen stattfindet.
Die Kreissieger Waldeck-Frankenberg im 58. Durchgang:
 Rhea Elin Kesper, Alte Landesschule
 Anh Thu Tran, Burgwaldschule
 Arthur Neufeld, Burgwaldschule
 Aykan Aygir, Burgwaldschule
 Lennart Ernst Söhnel, Burgwaldschule
 Melissa Malke, Ense-Schule
 Junes Thormeyer, Schulzentrum an der Warte
 Jason Wurms, Gesamtschule Battenberg

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