Fachpraktiker – Ausbildung erfolgreich abgeschlossen

Korbach(pm). Das Berufsförderungswerk des Handwerks (BFH) gGmbH der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg startete mit Unterstützung der Agentur für Arbeit vor drei Jahren mit einem weiteren Prüfungsdurchgang zum Fachpraktiker bzw. zur Fachpraktikerin Maler und Lackierer. Fachpraktiker/-in Maler und Lackierer ist ein Ausbildungsberuf für Menschen mit Einschränkungen. Die 3-jährige Ausbildung wird in der Regel in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation durchgeführt, wie beim Berufsförderungswerk des Handwerks (BFH) in Korbach. Die Ausbildung orientiert sich am anerkannten Ausbildungsberuf Maler und Lackierer, wobei der Schwerpunkt auf grundlegenden praktischen Fähigkeiten des Malerhandwerks liegt. Die Beschreibung des Ausbildungsberufs Fachpraktiker/-in Maler und Lackierer erfolgt auf Grundlage einer Kammerregelung. Alle fünf Prüflinge, Emily Helmecke (Lichtenfels Sachsenberg), Timo Symeonidis (Nieder-Werbe), Jessica Rauch (Waldeck-Netze), Sandy Schreiner (Korbach) und Tobias Rauh (Bad Wildungen) bestanden ihre Abschlussprüfung in Theorie und Praxis zum Fachpraktiker/-in Maler und Lackierer. Einen Schulabschluss benötigt man für die Ausbildung zum Fachpraktiker bzw. zur Fachpraktikerin Maler und Lackierer nicht. Die Agentur für Arbeit berät Interessierte und stellt auch fest, ob eine Eignung vorliegt.

Wer als Fachpraktiker/-in für Maler und Lackierer weiterkommen möchte, kann sich unter bestimmten Voraussetzungen nach der Ausbildung zur/m Maler/-in und Lackierer/-in weiterbilden und den Gesellenbrief erhalten. Man hat die Wahl aus fünf Fachrichtungen: Gestaltung und Instandhaltung, Energieeffizienz- und Gestaltungstechnik, Kirchenmalerei und Denkmalpflege, Bauten- und Korrosionsschutz oder Ausbautechnik und Oberflächengestaltung. Emily Helmecke hat sich dieses Ziel gesteckt und wird die Vollausbildung in der Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung für zwei Jahre anschließen. Natürlich kann man wie in jedem anderen Beruf bei sehr guten und guten Leistungen die Ausbildungszeit um ein halbes Jahr verkürzen. Tobias Rauh beginnt als Mitarbeiter bei dem Maler- und Lackiererbetrieb Müller in Bad Wildungen. Timo Symeonidis möchte im Anschluss zur Bundeswehr und Jessica Rauch und Sandy Schreiner befinden sich noch im Bewerbungsverfahren. Das Besondere an der geförderten Ausbildung für Rehabilitanden ist, dass ein Ausbildungsteam in Form von zusätzlichen Lehrkräften, Ausbildern und Sozialpädagogen zur Förderung zur Verfügung stehen. „Wir konnten unsere Auszubildenden in den drei Jahren kontinuierlich und umfassend unterstützen, sei es im Bereich ihrer persönlichen Kompetenzen, bei Lerninhalten und in der praktischen Ausbildung. Das erfolgreiche Bestehen ihrer Prüfung freut uns sehr. Nun gilt es, in der Phase der Nachbetreuung für jede und jeden den beruflichen Einstieg in einem Betrieb zu finden“, so Birgitt Leonhäuser-Karok (Sozialpädagogin) und Susanne Bräutigam (Ausbilderin). Auch in anderen Berufsfeldern ist eine Fachpraktiker-Ausbildung für Menschen mit Beeinträchtigungen möglich. Das BFH bietet diese Ausbildung in den Bereichen Metall, Holz, Sanitär-Heizung-Klima, Maler und Friseur an. Die Feststellung, ob ein Rehabilitand für diesen Ausbildungsform geeignet ist, erfolgt durch den berufspsychologischen Service der Agentur für Arbeit. Dabei werden Gutachten der Fachdienste der BA, Stellungnahmen der Schulen und evtl. Stellungnahmen einer Berufsvorbereitungsmaßnahme berücksichtigt. Für weitere Informationen können die Ansprechpartner für Rehabilitation der Agentur für Arbeit oder das Berufsförderungswerk des Handwerks gGmbH in Korbach, Maria Djambazov (05631 – 9535-171), djambazov@bfh-korbach.de beraten.

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