Einsatz an der NATO-Ostflanke – Erfahrung als Kommandeur im Rahmen der eFP in Litauen

Referent: Oberstleutnant Andreas Kirchner Kommandeur PzBtl 363

Burgwald(Manfred Weider). Anfang 2017 startete die NATO mit der Verlegung von Soldatinnen und Soldaten nach Polen und in die baltischen Staaten. Die Mission enhanced Forward Presence (eFP) dient der Sicherung der osteuropäischen NATO-Mitgliedstaaten. Im August 2023 übernahm Oberstleutnant Kirchner mit der 14. Rotation die Führung der 1.600 Mann starken multi-nationalen eFP Battlegroup. Der Auftrag umfasste das Herstellen einer glaubhaften Abschreckung gegen potentielle russische Aggressionen sowie das Schaffen von Vertrauen in der litauischen Bevölkerung. Im engen Zusammenwirken mit der litauischen „Iron Wolf“ Brigade wurde dieser Auftrag in einer sicherheitspolitisch angespannten Lage im Baltikum erfüllt. Geprägt wurde die 14. Rotation neben den zahlreichen Übungen vor allem durch die Entscheidung zur Stationierung der sog. „Litauen Brigade“ und den Feierlichkeiten anlässlich des 105. Jahrestages der litauischen Streitkräfte. Im Februar 2024 wurde Oberstleutnant Kirchner von der Führung der eFP BG planmäßig entbunden.

Oberstleutnant Andreas Kirchner ist seit September 2022 Kommandeur des Panzerbataillons 363 im badischen Hardheim. Im Zuge der Offizierausbildung der Panzertruppe studierte er Geschichtswissenschaften (M.A.) an der Universität der Bundeswehr in Hamburg. Führungs- und Stabsverwendungen wechselten sich im weiteren Verwendungsaufbau ab. Er war zwei Mal Zugführer und zwei Mal Kompaniechef, sowie Stabsabteilungsleiter 2 und 3 im Bataillon als auch in einer Brigade. Darüber hinaus absolvierte er den deutschen (LGAN) und niederländischen (HDV) Generalstabslehrgang. Er war mehrfach im Kosovo, Afghanistan sowie bei den Elbeflutkatastrophen im Einsatz. Kirchner ist in Frankenberg (Eder) geboren und aufgewachsen. Bis heute lebt er in der Illerstadt. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.

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