Landkreis nahm mit Aktionen am Diversity-Tag teil

Korbach(pm). Bewusstsein für die Vielfalt in der Arbeitswelt schaffen, Vorurteile abbauen und inklusive Arbeitsumgebungen fördern, das sind die Ziele des bundesweiten Diversity-Tags, der in diesem Jahr am 28. Mai stattfand. Auch der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat auf Initiative seines Diversity-Gremiums daran teilgenommen, wie Erster Kreisbeigeordneter und
Sozialdezernent Karl-Friedrich Frese berichtete. Das Motto des Diversity-Tages „Behinderung, Barrierefreiheit und Teilhabe“ sei in verschiedenen Aktionen aufgegriffen worden. Im Foyer des Korbacher Kreishauses war im Rahmen der Veranstaltung des Diversity-Gremiums die Ausstellung „barriere:zonen“ zu sehen, die einen bewegenden Blick auf das Leben und Überleben von Menschen mit Behinderung weltweit wirft. Infoplakate über nichtsichtbare Behinderungen und Barrieren in Behörden für davon Betroffene bot einen Perspektivwechsel und förderte das Verständnis. Abgerundet wurde das Aktionsangebot durch ein spezielles Mittagsmenü der KreisBar, das die Vielfalt feierte und zum Austausch der Mitarbeitenden einlud. „In 2019 haben wir als Landkreis die Charta der Vielfalt unterzeichnet und uns damit bewusst noch deutlicher für eine Organisationskultur entschieden, die den veränderten Ansprüchen einer modernen, diversen Gesellschaft begegnet“, so der Erste Kreisbeigeordnete. Ziel sei es, die Mitarbeitenden stärker für die Anforderungen an eine vielfältige Gesellschaft zu sensibilisieren. Auch solle ein klares Zeichen dafür gesetzt werden, dass sich der Landkreis aktiv mit dem Thema beschäftigt. Die Mitglieder des Diversity-Gremiums ergänzten: „Vielfalt umfasst ganz viele verschiedene Dimensionen. In diesem Jahr haben wir uns dazu entschieden, die Vielfaltsdimension Behinderung in den Fokus zu nehmen.“ Behinderungen seien nicht immer offensichtlich, dafür habe der Diversity-Tag sensibilisieren wollen. Ein respektvolles und verständnisvolles Miteinander sei daher umso wichtiger.


In der Kreisverwaltung ist die Schwerbehindertenvertretung Ansprechperson für die Kolleginnen und Kollegen mit einer Behinderung. Nach außen hin setzen sich die Kommunale
Behindertenbeauftragte und die Koordinatorin der Modellregion für Barrierefreiheit für die Förderung der Teilhabe ein. Dass Behinderung nicht gleichbedeutend mit geringerer Leistung ist, betonten die Info-Plakate über nicht-sichtbare Behinderungen.

Diversity-Gremium
– Kea Sarah Brahms, Fachstelle für Demokratieförderung und phänomenübergreifende Extremismusprävention (DEXT)
– Miriam Drüppel, Kommunale Behindertenbeauftragte und stellv. Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
– Beate Friedrich, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte und Fachdienstleiterin Frauen und Chancengleichheit
– Theresa Habich-Lerch, WIR (Wegweisende Integrationsansätze Realisieren)-Koordinationskraft
– Latif Hamamiyeh Al-Homssi, Integrationsbeauftragter
– Alexandra Köck, Koordinatorin Modellregion Barrierefreiheit und stellv. Kommunale Behindertenbeauftragte
– Antje Wenzel, stellv. Vertrauensperson für Menschen mit Schwerbehinderung
Diversity-Tag
Der Deutsche Diversity-Tag wurde von der Charta der Vielfalt e.V. ins Leben gerufen. Diese Charta ist eine Selbstverpflichtung, die von Organisationen unterschrieben wird, um sich zu einer Kultur der Vielfalt und Wertschätzung in der Arbeitswelt zu bekennen. Auch der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat die Charta unterzeichnet. Beim Deutschen Diversity-Tag geht es darum, Unternehmen, Institutionen und die Öffentlichkeit für das Thema Vielfalt zu sensibilisieren. Ziel ist es, Vorurteile abzubauen, die Vielfalt der Gesellschaft zu reflektieren und ein offenes und diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld zu schaffen. Organisationen und Unternehmen sind an diesem Tag dazu aufgerufen, durch verschiedene Aktionen – wie Workshops, Diskussionen und Veranstaltungen – ihr Engagement für Vielfalt zu zeigen und zu fördern.

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