Aktionstag gegen Catcalling in Korbach

Korbach(od). Vor einem Jahr hatte der Landkreis Betroffene aufgerufen sich anonym mit ihren Erfahrungen zu melden. Leider haben sich nur sechs Betroffene bisher gemeldet. Catcalling bezeichnet sexuell anzügliches Rufen, Reden, Pfeifen oder Gestikulieren gegenüber einer Person in der Öffentlichkeit. Es stellt eine Form verbal sexualisierter Belästigung dar, für das schon ein Wort ausreichen kann. Catcalling findet auf Straßen, Plätzen, in Einkaufszentren oder öffentlichen Verkehrsmitteln statt. Dabei geht es meist um den Körper der Frau als Ganzes oder um ein bestimmtes Merkmal. Nach einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus dem Jahr 2022erlebten 44 % der Frauen und 32 % der Männer in Deutschland Situationen, in denen sie Adressaten sexistischer Zeichen und Übergriffe sind, was aber nicht von allen als strafbedürftiges Unrecht angesehen wird. In Frankreich, Belgien, Portugal gilt (Stand: 2020) verbale sexuelle Belästigung als mit Geldstrafen bewehrte Straftat, wobei in Frankreich die Tat von einem Polizisten beobachtet werden muss.[6] In Deutschland und Großbritannien wird die Gesetzeslage diskutiert. Catcalling kann in Deutschland allenfalls als Beleidigung geahndet werden, was jedoch mit hohen Hürden verbunden ist. Quelle: Wikipedia

Mit einem Aktionsstand in der Korbacher Fußgängerzone, Plakaten an Geschäften und echten Komplimenten mit einer Blume sowie mit großflächigen Kreideschriften auf dem Pflaster informierte das Frauenbüro des Landkreises über Catcalling und Hilfen, die betroffenen Personen angeboten werden.

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