Immighausen. Aufatmen in Immighausen – endlich lässt sich der Sportplatz zu Fuß und mit dem Fahrrad sicher erreichen. Mit der Verkehrsfreigabe des neugebauten Geh- und Radwegs wurde ein seit langem unbefriedigender Zustand beseitigt. Die neuen Verkehrsbedingungen schaffen Perspektiven für ein Pendeln mit dem Fahrrad. Karl-Friedrich Frese, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Waldeck-Frankenberg und zuständiger Dezernent für das Thema Nahmobilität, bringt die Baumaßnahme bei Immighausen folgendermaßen auf den Punkt: „Investitionen in gut ausgebaute Geh- und Radwege sind Investitionen in mehr Lebensqualität für die Menschen vor Ort.“ Gerade in Immighausen zeige sich dies sehr deutlich. Bislang war der Sportplatz, gelegen an der K52 zwischen Immighausen und Goddelsheim, auf direktem Weg fußläufig nicht sicher zu erreichen. Für viele Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner ist der Sportplatz aber im Alltag ein attraktives Freizeitziel. Wenn die alljährliche Kloster-Trophy stattfindet, ist er zudem ein Anziehungspunkt für Interessierte aus nah und fern. Frese weiter: „Ich bin sehr froh, dass der Landkreis als Bauherr an dieser Stelle nun durch den Neubau des Geh- und Radwegs die Sicherheit vieler Menschen, allen voran Kinder und Jugendliche, verbessert hat.“ Nahmobilitätskoordinatorin Nicole Sude pflichtet bei: „Der straßenbegleitende Geh- und Radweg ist mit seinen 622 Metern zwar kein Gamechanger, bietet den Leuten aus der Umgebung aber dennoch die Perspektive, künftig häufiger aufs Fahrrad zu steigen und Alltagswege zurückzulegen.“ So bietet sich zum Beispiel für Schülerinnen und Schüler eine bessere Möglichkeit, die Schule in Goddelsheim zu erreichen.
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Wer von Goddelsheim aus mit dem Fahrrad nach Korbach fahren möchte, kann dies nun mit der neuen Verbindung zwischen Sportplatz und Immighausen noch sicherer bewältigen. Denn von Immighausen bis Ober-Ense an der K 50 wurde bereits letztes Jahr ein straßenbegleitender Geh- und Radweg seiner Bestimmung übergeben. Ab Nordenbeck lässt es sich ebenfalls auf einem Teilstück entlang der Straße sicher nach Korbach fahren. Die Verbindung Goddelsheim-Korbach ist in der Netzhierarchie von Bedeutung, weil sie ein Grundzentrum mit einem Mittelzentrum verbindet. Nach Westen richtet sich die Verbindung via Medebach weiter nach Winterberg aus. Henning Scheele, Bürgermeister der Stadt Lichtenfels, erläutert außerdem: „Wichtig ist
auch, dass Baumaßnahmen für den Radverkehr in guter Abstimmung erfolgen. Die Verbindung endet ja nicht am Sportplatz, sondern sie muss weitergeführt werden bis nach Goddelsheim. Hier haben wir als Stadt einen Förderbescheid über die Nahmobilitätsrichtlinie des Landes Hessen erhalten, um den Lückenschluss über einen Wirtschaftsweg vollziehen zu können.“ Die Stadt Lichtenfels plane, im nächsten Jahr mit den Bauarbeiten zu starten und eine gute qualitative Verbindung zwischen Goddelsheim und Immighausen herzustellen. „Herrn Frese danke ich bereits jetzt an dieser Stelle, dass wir noch zusätzlich Geld aus dem kreiseigenen Förderprogramm zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur beim Landkreis beantragen können.“, so der Bürgermeister weiter. Das halte den Eigenanteil für die Stadt Lichtenfels überschaubar.
Hintergrund
Die Neubaumaßnahme an der K 52 entstammt dem Alltagsradverkehrskonzept für den Landkreis aus dem Jahr 2022, das sukzessive umgesetzt wird. Derzeit wird daran an einer Überplanung der Radwegweisung für den Landkreis gearbeitet. Mit der Umsetzung ist im Jahr 2027 zu rechnen, sofern eine Förderung zugesagt wird. Die Radwegebaumaßnahmen an der K 50 und an der K 52 wurden von Gröticke und Partner als fachlich versiertes Ingenieurbüro geplant. Die Bauüberwachung für den straßenbegleitenden Geh- und Radweg an der K 52 hat Armin Wittmeier von Hessen Mobil inne. Die bauausführende Firma ist die Bietergemeinschaft Heinrich Rohde/Wachenfeld aus Korbach. Die Kosten für den kombinierten Geh- und Radweg belaufen sich insgesamt auf ca.
780.000 €, von denen 75 % über die Nahmobilitätsrichtlinie des Landes Hessen bezuschusst werden. Damit verbleibt für den Landkreis ein Eigenanteil von knapp 200.000 €. Auch die Immighäuser „Mönche“ freuen sich sehr über die Verkehrsfreigabe für den Gehund Radweg. Die überregional bekannte Kloster-Trophy findet am Samstag, 27. Juni 2026, ab 14 Uhr am Sportplatz in Immighausen statt. Spaß, Zusammenhalt und Teambuilding stehen im Mittelpunkt – ganz nach dem Motto: Einer für alle, alle für einen. Es darf gerne mit dem Fahrrad angereist werden.

