Hessens bester Straßenbauer kommt aus Diemelsee-Adorf

Korbach(pm). Am vergangenen Freitag nahmen eine Straßenbauerin und vier Straßenbauer am Leistungswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend im Straßenbauer-Handwerk teil. Der Wettbewerb fand erstmalig im Lehrbauhof der Innung des Bauhandwerks Waldeck-Frankenberg in Korbach statt. Teilnahmeberechtigt für den Wettbewerb sind Junghandwerkerinnen und Junghandwerker, die zum Zeitpunkt der Gesellenprüfung nicht älter als 27 Jahre sind und die ihre Gesellenprüfung im praktischen Prüfungsteil mit mindestens „gut“ und die schriftliche Prüfung mit mindestens „befriedigend“ bestanden haben. Die Straßenbauer hatten im Rahmen ihres Wettbewerbs ein Teilstück aus Tiefbordsteinen mit einer anliegenden Entwässerungsmulde zu pflastern. In der Fläche musste ein höherliegender Viertelkreis aus Betonwürfelsteinen und Natursteinpflaster hergestellt werden. Die restliche Fläche setzte sich zusammen aus Beton-Rechteckpflaster, sowie Natursteinpflaster im Halbschuppen- und Segmentbogenverband. Anschließend musste die Randbegrenzung aus Betonwürfelsteinen in Bogenform dargestellt werden. Die Absteckung dieses Bogens war vorab nach einer speziellen Methode zu berechnen. Zusätzlich sollten die Restflächen mit kleinformatigem Natursteinpflaster geschlossen abgebildet werden. Für die Herstellung des Bauwerks hatten die Teilnehmer insgesamt 7 Stunden Zeit.

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Am späten Nachmittag nahm die Prüfungskommission die praktischen Arbeiten der fünf Teilnehmer ab. Der erste Platz beim Leistungswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend im Straßenbauer-Handwerk ging an Lars Schwarz (Firma Marpe Bau, Twistetal). Ihm folgten Sebastian van Bebber (Heinrich Mütze, Frankenberg), Malte Widder (Heinrich Rohde, Korbach), Isabel Maria Cramer (Heinrich Mütze, Frankenberg) und Laurence Lotz (Jökel Bau, Schlüchtern). Lars Schwarz hat nun die Chance am Bundeswettbewerb bzw. an den EuroSkills teilzunehmen. PLW (Profis leisten was) – Der Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks findet jährlich in über 130 Gewerken und in bis zu vier aufeinander aufbauenden Stufen (Innungs-, Kammer-, Landes- und Bundesebene) statt. Die Bundessieger werden im Dezember vom ZDH feierlich geehrt. Schirmherr des PLW ist der jeweils amtierende Bundespräsident.

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„Der Leistungswettbewerb will vor allem die Leistungsstärke der betrieblichen Ausbildung darstellen und für das Handwerk werben. Die Teilnahme lohnt sich! Junghandwerkerinnen und Junghandwerker, die auf überregionaler Ebene überzeugen, können sich bei der jeweiligen Handwerkskammer für ein Weiterbildungsstipendium der “Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) bewerben. Mit bis zu 8.100 Euro fördert das Stipendium fachliche Lehrgänge, zum Beispiel zum Handwerksmeister, bis zu drei Jahre“, wirbt Ulrich Mütze, Obermeister der Bau-Innung Waldeck-Frankenberg, für die Teilnahme am Wettbewerb. „Und mehr noch. Ausbildungsbetriebe können stolz auf die erfolgreiche Teilnahme ehemaliger Lehrlinge sein. Der Erfolg lässt sich ideal nutzen, um in der Öffentlichkeit für die Ausbildungsqualität des eigenen Unternehmens zu werben. Dies hilft, auch weiterhin junge Menschen für das Handwerk zu begeistern“, betont Kai Bremmer, stellvertretender Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg. Urkunden, Geldpreise und Werkzeugkoffer mit „Inhalt“ wurden von der Justus-Noll-Stiftung, Innung für das Bauhandwerk-Waldeck-Frankenberg und dem Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen gesponsert.

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