Neues Radverkehrskonzept: Frankenberg beschleunigt auf dem Fahrradweg

Frankenberg(pm). Die Stadt Frankenberg (Eder) geht in Sachen Radverkehrsförderung voran. In der letzten Stadtverordnetenversammlung Anfang Juli wurde das von der Verwaltung zusammen mit dem Planungsbüro LK Argus Kassel GmbH erarbeitete Radverkehrskonzept einstimmig beschlossen. Zentrales Anliegen des Radverkehrskonzepts ist, den Anteil der im Alltag mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege in Frankenberg zu vergrößern.

Zielvorgabe ist der Bundesdurchschnitt von rund 10 % Wegeanteil. Entsprechend geht es darum, vor allem die Alltagswege besser und leichter mit dem Fahrrad zurücklegen zu können. Das Konzept wurde gefördert mit Mitteln aus dem Programm Nahmobilität des Landes Hessen.
„Das Thema Mobilität beschäftigt die Stadt Frankenberg schon lange“, bestätigt Bürgermeister Rüdiger Heß bei einem Pressetermin. „Der Fahrradverkehr hatte in Frankenberg nie Vorfahrt.

Hier wollen wir etwas ändern. Denn unser Freizeit- und Mobilitätsverhalten verändert sich, nicht nur durch Corona.“ Die Stadt verfolgt bei der Verkehrsentwicklung den Grundsatz, dass alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt zu behandeln sind.
„Im Vorfeld haben wir uns angeschaut, wie der aktuelle Stand in Frankenberg aussieht“, erklärt Karsten Dittmar, Leiter des Fachdienst Stadtentwicklung und Umwelt. „Wo sind schon Wege, wo kommen die Menschen her, wo wollen sie hin, wo liegen Haltestellen des ÖPNV. Dabei haben wir festgestellt: Es sind Lücken da, und diese Netzlücken wollen wir schließen.“ Schon im städtischen Klimaschutzkonzept sei die Verkehrswende als ein notwendiger Teil des Ganzen beschrieben.

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Das jetzt beschlossene Konzept umfasst einen Netzplan sowohl für die Innenstadt wie auch für die Stadtteile, zeigt bestehende Wegeverbindungen und aktuelle Netzlücken auf und schlägt bereits konkrete Maßnahmen zur Umsetzung vor. Ein Fokus liegt auf den Radwegeverbindungen zwischen den Stadtteilen und der Innenstadt. Zum Teil existieren schon Wege, wie zwischen Geismar und der Kernstadt, zum Teil müssen sie verbessert und ausgebaut werden. Ein weiterer wichtiger Punkt des Konzepts besteht darin, die Bewohnerinnen und Bewohner des Ederdorfs, immerhin rund ein Drittel der Kernstadt-Einwohner, direkter und damit besser an die Innenstadt anzubinden. Derzeit geschieht das vornehmlich über die Röddenauer Straße, auf der täglich auch viele tausend Autos fahren.

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Das Konzept zeigt einerseits aktuelle Mängel auf, was Zustand, Fahrbahnbelag, fehlende Fahrbahnabsenkungen, Markierungen, die Beschilderung und Streckenführung, etc. angeht, schlägt andererseits auch direkt Lösungen vor. Ein Teil der nötigen Maßnahmen ist schon in Planung. Sie werden in den kommenden Jahren nach Priorität abgearbeitet und das Konzept wird kontinuierlich weiterentwickelt, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Die im Konzept vorgeschlagenen Maßnahmen sind vielfältig. Sie betreffen die Beschilderung und Auszeichnung von Radwegen sowie die Einrichtung von Fahrradschutzstreifen. Unnötige Pfosten und hohe Kanten sollen vermieden werden, zusätzliche Wege und auch Fahrradabstellanlagen errichtet werden.

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