Frankenberg/Brou. Vom 14. bis 17. Mai 2026 reiste eine Delegation der Partnerschaftsvereinigung Frankenberg (Eder) e. V. und Privatpersonen in die französische Partnerstadt Brou. Die traditionelle „Fahrt für Jedermann“ stand ganz im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft, des kulturellen Austauschs und der persönlichen Begegnungen, die seit fast sechs Jahrzehnten das Herzstück der Städtepartnerschaft bilden. Bereits beim offiziellen Empfang im Rathaus von Brou wurden die Gäste aus Frankenberg herzlich von Bürgermeister Benjamin Pécriaux, Vertretern der Stadt sowie dem Partnerschaftskomitee empfangen. Anschließend wurden die Teilnehmer ihren Gastfamilien zugeteilt, die ihnen während des Aufenthalts einen authentischen Einblick in das französische Leben ermöglichten. Die französische Presse würdigte die Partnerschaft zwischen Brou und Frankenberg als „eine schöne menschliche Geschichte“, die seit 1967 Menschen beider Länder verbindet. Besonders hervorgehoben wurde die Tatsache, dass die Freundschaft inzwischen über mehrere Generationen hinweg weitergegeben wird. Der Freitag stand ganz im Zeichen der Begegnungen in den Gastfamilien. Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit für gemeinsame Unternehmungen, Gespräche und den Austausch über Kultur, Alltag und aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen. Am Abend kamen alle Gäste und Gastgeber zu einem gemeinsamen Essen zusammen. Ein besonderer Höhepunkt war der Ausflug nach Blois am Samstag. Auf dem Programm standen die Besichtigung des berühmten Schlosses von Blois, ein gemeinsames Mittagessen, eine Vorstellung im „Maison de la Magie“ sowie eine Kutschfahrt durch die historische Altstadt. Die Teilnehmer zeigten sich begeistert von der Geschichte und Kultur der Loire-Region.
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Der Vorsitzende der Partnerschaftsvereinigung Frankenberg (Eder) e. V., Björn Jäger, betonte die besondere Bedeutung der Städtepartnerschaften für Europa und die Demokratie: „Städtepartnerschaften sind gelebtes Europa. Sie bringen Menschen zusammen, die sich sonst vielleicht nie begegnen würden. Aus diesen Begegnungen entstehen Freundschaften, Vertrauen und gegenseitiges Verständnis – Werte, die das Fundament jeder demokratischen Gesellschaft bilden.“ Weiter führte Jäger aus: „Gerade in einer Zeit, in der Populismus und gesellschaftliche Spaltung in vielen Ländern zunehmen, sind Städtepartnerschaften wichtiger denn je. Sie zeigen, dass Europa nicht in Brüssel beginnt, sondern bei den Menschen vor Ort. Wer sich kennt, respektiert einander und findet gemeinsam Lösungen.“ Mit Blick auf die Zukunft der Partnerschaft erklärte Jäger: „Unsere Aufgabe ist es, die Begeisterung für Europa an die nächste Generation weiterzugeben. Die Begegnungen in Brou haben eindrucksvoll gezeigt, dass die deutsch-französische Freundschaft lebendig ist und auch junge Menschen begeistert.“
Auch Jean-Pierre Cochery, Präsident des Partnerschaftskomitees in Brou, zeigte sich hoch erfreut über den Besuch der Gäste aus Frankenberg und blickte bereits auf das bevorstehende Jubiläum: „Jedes Treffen mit unseren Freunden aus Frankenberg bestätigt die Stärke und Tiefe unserer Freundschaft. Aus einer offiziellen Partnerschaft ist über die Jahrzehnte eine große europäische Familie geworden.“ Mit Vorfreude auf das Jahr 2027 ergänzte er: „Wir freuen uns schon heute auf das 60-jährige Jubiläum unserer Städtepartnerschaft im Jahr 2027. Dieses Jubiläum wird ein besonderes Ereignis für Brou und Frankenberg sein und die außergewöhnliche Geschichte unserer gemeinsamen Freundschaft würdigen.“ Auch Bürgermeister Benjamin Pécriaux unterstrich die Bedeutung der langjährigen Verbindung: „Die Städtepartnerschaft mit Frankenberg ist ein wertvoller Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Brou. Sie zeigt, wie Europa durch persönliche Begegnungen und gegenseitigen Respekt wächst.“ Zugleich richtete er bereits den Blick auf das kommende Jahr: „Ich freue mich sehr darauf, die Freunde in Frankenberg wiederzusehen. Es wäre mir eine große Freude, 2027 persönlich nach Frankenberg zu kommen und gemeinsam das 60-jährige Bestehen unserer Partnerschaft zu feiern.“ Die Partnerschaftsvereinigung Frankenberg (Eder) e. V. sieht sich als aktiver Motor dieser deutsch-französischen Freundschaft. Durch Begegnungsfahrten, kulturelle Veranstaltungen und den Austausch zwischen Jung und Alt trägt sie dazu bei, Europa im Alltag erlebbar zu machen. Björn Jäger ruft deshalb weitere Interessierte zur Mitarbeit auf: „Wer Freude an internationalen Begegnungen hat und Europa aktiv mitgestalten möchte, ist bei uns herzlich willkommen. Unsere Partnerschaft lebt von den Menschen, die sich engagieren und offen aufeinander zugehen.“ Die Partnerschaftsvereinigung Frankenberg (Eder) e. V. freut sich über neue Mitglieder, Gastfamilien und Unterstützer. Wer Teil dieser lebendigen europäischen Gemeinschaft werden möchte, kann sich jederzeit dem Verein anschließen und die Zukunft der Städtepartnerschaften aktiv mitgestalten. Die Reise nach Brou hat erneut eindrucksvoll gezeigt: Städtepartnerschaften sind weit mehr als ein symbolischer Akt. Sie schaffen Freundschaften, fördern das Verständnis zwischen den Völkern und leisten einen wichtigen Beitrag für Frieden, Demokratie und den Zusammenhalt Europas.





















