Der Wolf gehört in das Jagdrecht – Freie Demokraten fordern professionelles Vorgehen

Der Wolf ist auch in Hessen zurück und macht den Weidetierhaltern Probleme. Symbolbild von jggrz auf Pixabay

Wiesbaden(pm). „Die Stölziger Wölfin reißt ein Weidetier nach dem anderen – und was macht die Landesregierung? Sie speist die Weidetierhalter mit unzureichenden Zaunzuschüssen und warmen Worten ab“, ärgert sich Wiebke Knell, jagd- und landwirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag. 

FDP Landtagsabgeordnete Wiebke Knell

Knell erklärt, dass es mit dem Zaunbau nicht getan sei. Auch reiche es nicht die Tierhalter finanziell zu entschädigen. Wenn Lämmer, Kälber oder Fohlen gerissen werden, sei es auch jedes Mal eine seelische Belastung für den Besitzer, wenn sie gerissene Tiere auf der Weide entdecken müssten.
„Es war ein Fehler, dass so lange gewartet wurde, bis der Wolf auf Weiden vordringt, Nutztiere wie Schafe, Ziegen und Rinder reißt und damit großen Schaden anrichtet. Davor haben wir seit Jahren gewarnt. Was den Wolf und die von ihm ausgehenden Gefahren betrifft, darf sich die Landesregierung der Realität nicht verschließen, indem sie Wildtierrisse nicht erfasst.

Hessen braucht ein professionelles und funktionierendes Wolfsmanagement“, fordert Knell. Dazu gehöre auch, dass der Wolf in das Jagdrecht aufgenommen werde, damit der Bestand reguliert werden könne.
„Den Wolf zu romantisieren, hilft niemandem. Im Gegenteil: In Nordhessen sind nun auch in Regionen Tiere gerissen worden, wo bisher kein Wolf gesichtet wurde. Die Bürgerinnen und Bürger müssen wissen, wo Wölfe unterwegs sind und wo möglicherweise Gefahren drohen. Gerade jetzt, da viele Menschen Erholung beim Spaziergang in der Natur suchen, ist das umso wichtiger“, mahnt Knell.

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