Diemelsee. Am Samstag fand eine groß angelegte Gemeinschaftsübung der Feuerwehr Diemelsee mit den Auszubildenden der Rettungsdienste der Johanniter-Unfall-Hilfe, DRK Kreisverband Bad Wildungen sowie der Promedica Rettungsdienst Waldeck-Frankenberg GmbH statt. Beteiligt waren außerdem die Feuerwehren aus Adorf, Deisfeld, Rhenegge-Sudeck, Heringhausen und Ottlar. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst praxisnah zu trainieren und das gegenseitige Verständnis innerhalb der Hilfsorganisationen weiter zu stärken. Die Auszubildenden aus unterschiedlichen Lehrjahren hatten die Aufgabe, mehrere realitätsnahe Einsatzszenarien gemeinsam mit den Feuerwehren abzuarbeiten. Besonders im Fokus standen alltägliche Einsatzlagen, wie sie den Einsatzkräften jederzeit im realen Dienst begegnen können. Gerade diese Nähe zur Praxis machte die Übungen für alle Beteiligten besonders wertvoll. Unterstützt wurde die Übung vom RUD-Team für realistische Unfalldarstellung. Mit aufwendiger Schminke und authentischer Darstellung wurden die „Verletzten“ so realistisch wie möglich dargestellt, wodurch die Einsatzkräfte unter nahezu echten Bedingungen arbeiten konnten.
Am Vormittag standen zwei verschiedene Szenarien auf dem Programm. Das erste Szenario spielte in der Grube Christiane in Diemelsee-Adorf. Hier kam es zu einem internistischen Notfall rund 400 Meter innerhalb des Bergwerks. Der Patient musste zunächst reanimiert und anschließend aus der Grube gerettet werden. Das zweite Szenario stellte einen Fahrradunfall am Diemelsee dar. Dabei war ein Fahrradfahrer einen Hang in Richtung See hinuntergestürzt. Die Feuerwehr übernahm die technische Rettung aus dem schwierigen Gelände, bevor der Patient an den Rettungsdienst übergeben wurde.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause folgte die große Abschlussübung: ein schwerer Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Pkw und insgesamt acht verletzten Personen. Mehrere Personen waren in den Fahrzeugen eingeklemmt, zudem stand eines der Fahrzeuge in Brand. Insgesamt fünf Rettungswagen sowie zahlreiche Einsatzfahrzeuge der beteiligten Feuerwehren arbeiteten das Szenario gemeinsam ab. Ein wichtiger Bestandteil des Übungstages war zudem die direkte Nachbereitung der einzelnen Einsätze. Beobachter der Feuerwehr sowie Praxisanleiter aus dem Rettungsdienst begleiteten die Szenarien aufmerksam und gaben im Anschluss wertvolle Hinweise und konstruktives Feedback. Dadurch konnten Auffälligkeiten und Verbesserungspotenziale unmittelbar besprochen werden – stets auf Augenhöhe und mit dem gemeinsamen Ziel, voneinander zu lernen und die Zusammenarbeit weiter zu verbessern.

In der Abschlussbesprechung wurde deutlich, welchen hohen Stellenwert solche gemeinsamen Übungen für Feuerwehr und Rettungsdienst haben. Neben dem fachlichen Training stärken sie insbesondere das gegenseitige Verständnis und fördern die Zusammenarbeit im Einsatzalltag. Alle Beteiligten zeigten sich mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden und waren sich einig, diese erfolgreiche Zusammenarbeit auch im kommenden Jahr fortzuführen.












