Hautnah: Kinder aus vier Kitas lernen die Notaufnahme in Frankenberg kennen

Frankenberg. Das Klinikum Waldeck-Frankenberg, Standort Frankenberg, unterstreicht seine zentrale Rolle für die regionale Gesundheitsversorgung: Als einzige Zentrale Notaufnahme (ZNA) in einem Umkreis von 25 Kilometern ist das Haus die lebenswichtige Anlaufstelle für die lokale Bevölkerung. Um bereits den Jüngsten die Scheu vor diesem wichtigen Ort zu nehmen, wurde der erfolgreiche „Aktionstag für Kitas“ nun wiederholt.
Mehr als nur Medizin: Ein Ankerpunkt für die Region
Nach der positiven Resonanz zum Auftakt im Februar lud das Klinikum erneut kleine Entdecker ein. Dieses Mal erkundeten Kinder aus Burgwald, Birkenbringhausen, Rennertehausen und Ernsthausen die Klinik, das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) und das Schulzentrum. Damit reagiert das Krankenhaus auf die anhaltend hohe Nachfrage der umliegenden Kindertagesstätten. Die Notaufnahme in Frankenberg erfüllt eine kritische Funktion, die weit über die reine Behandlung hinausgeht. Dass sie die einzige Zentrale Notaufnahme (ZNA) im 25-Kilometer-Radius ist, macht sie zum unverzichtbaren Sicherheitsnetz für Familien. Im Ernstfall retten kurze Wege Leben. Alle relevanten Fachdisziplinen für die Notfallversorgung sind im Frankenberger Krankenhaus vor Ort. Sehr viele der Ärzte und alle Pflegekräfte in der Notaufnahme verfügen über Zusatzqualifikationen für die Notfallmedizin. Das Klinikum in Frankenberg ist und bleibt somit – politisch zugesichert – ein unabdingbarer Notfallstandort, auch nach der geplanten Fusion mit dem Stadtkrankenhaus Korbach zum Klinikum Waldeck-Frankenberg und unter den anstehenden Reformen im Gesundheitswesen.


Spielerisches Lernen gegen die Angst
Für die Kinder der Umgebung wird durch präventive Besuche in der gewohnten Kita-Gruppe das Krankenhaus vom „furchteinflößenden Ort“ zum vertrauten Umfeld. Unter dem Motto „Entdeckergeist im Krankenhaus“ durchliefen die Gruppen ein pädagogisches Konzept, das medizinische Abläufe begreifbar macht. Betreut wurden die Aktionen von einem engagierten Team aus der ZNA, dem MVZ und der Unternehmenskommunikation. Die Kinder lernten die Behandlungsräume oder das Laufen mit Krücken kennen. Besonders spannend fanden sie den Zugang zum OP-Bereich, die sogenannte OP-Schleuse, in die sie hineinschauen konnten. Schnell machten sie Platz, als eine echte Patientin zur OP gebracht wurde. Die Patientin hatte trotz der Anspannung, die wohl jeden vor einem Eingriff erfasst, ein Lächeln auf den Lippen, als sie die muntere Kinderschar sah.

An verschiedenen Mitmach-Stationen lernten die kleinen Entdecker, wie Verbände angelegt, der Blutdruck und weitere Vitalwerte gemessen werden und was die Werte bedeuten. Janina Wickenhöfer erklärte einer kleinen Patientin: „Dein Herz schlägt im Moment ganz schnell. Das ist aber nicht schlimm. Wir können so sehen, dass du gerade ganz aufgeregt bist.“
Medizinische Berufe attraktiv machen
Eine der Stationen war im Schulzentrum aufgebaut. Die Übungspuppen für die Pflegeausbildung fanden die Kinder hier besonders interessant. Ohne Scheu fassten sie die Puppen an und fanden neue kreative Lösungen für die Beatmungsschläuche. Auch wenn das einem echten Patienten wohl schlecht bekommen wäre, so wurde das Interesse für eine medizinische Ausbildung hier ganz spielerisch geweckt. Dies ist ein zweites Ziel, das das Krankenhaus mit den Kita-Aktionstagen verfolgt. Nach rund zwei Stunden traten die Kinder den Heimweg an – mit frisch angelegtem Gips, vielen Eindrücken und einer großen Portion Mut im Gepäck.