Frankenberg will wieder Stipendiaten nach Marburg senden

Frankenberg(pm). An der Uni Marburg studieren und mit einem Stipendium direkt neben dem Schloss wohnen? Dieser Traum könnte für einen jungen Frankenberger Menschen Wirklichkeit werden. Die Stadt Frankenberg (Eder) sucht kurzfristig junge Studieninteressierte aus dem Stadtgebiet, die ab Oktober an der Philipps-Universität Marburg studieren möchten, oder bereits dort eingeschrieben sind. Es geht um einen Platz in Deutschlands ältestem selbstverwalteten Studierendenwohnheim, der Hessischen Stipendiat*innenanstalt der Philipps-Universität Marburg. Das „Collegium Philippinum“ befindet sich über den Dächern Marburgs, im ehemaligen Marstall- und Zeughausgebäude des Schlosses. Als sogenannte Präsentationsstadt kann Frankenberg eine Kandidatin oder einen Kandidaten vorstellen, die bzw. der dann einen der 40 Wohnheimplätze bekommt. Bewerbungen für den Präsentationsplatz zum kommenden Wintersemester sind bei der Stadt Frankenberg noch bis 27. Juni 2024 möglich – per E-Mail an bewerbung@frankenberg.de. Einzureichen sind dafür lediglich ein vollständiger Lebenslauf mit Bild sowie ein einseitiges Motivationsschreiben. Aufgerufen sind vor allem junge Menschen, die sich sozial oder gesellschaftspolitisch engagieren. Das gewählte Studienfach spielt bei der Bewerbung keine Rolle. Die Bereitschaft zum Zusammenleben in lebendiger, interkultureller Gemeinschaft sowie ein gewisses Engagement für die Wohngemeinschaft wird vorausgesetzt.
Mehr Informationen zum Collegium Philippinum findet man unter: www.uni-marburg.de/de/stipe.


Hintergrund
Die Hessische Stipendiatenanstalt wurde im Jahr 1529 von Landgraf Philipp von Hessen in Marburg gegründet und ist eine Einrichtung der Philipps-Universität. Heute definiert sich die Hessische Stipendiaten Anstalt über ihr selbst verwaltetes Studentenwohnheim, das Collegium Philippinum. Das Studentenwohnheim wird von staatlicher, kommunaler, kirchlicher und privater Seite unterstützt und ist Teil des Marburger Schlosses. Frankenberg ist eine von aktuell 27 sogenannten Präsentationsstädten aus dem nord- und kurhessischen Bereich. Die Philipps-Universität ist die älteste protestantisch gegründete Universität Europas. Um sich zu präsentieren, beteiligten sich die Städte damals mit Geldern aus ihren Einnahmen an der neu gegründeten Bildungseinrichtung. Im Gegenzug bekam jeweils ein Student der präsentierenden Städte ein Wohnrecht an der Universität. Diese Tradition besteht noch heute, auch wenn viele der Städte ihr Recht in den letzten Jahrzehnten kaum wahrgenommen haben.

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