Eimelrod feiert 1000jähriges Bestehen

Handwerkerdorf, Schieferarbeiten, Korn dreschen mit Ausstellungen, Vorführungen, Musik und Kulinarik und vielem mehr

Willingen-Eimelrod(pm). Das lange Pfingstwochenende wird äußerst kurzweilig: Das kleine, liebenswerte Dörfchen Eimelrod bei Willingen feiert sein 1000jähriges Bestehen mit einem erstaunlich großen Programm. Einheimische, Urlauber und Gäste aus Umgebung sind herzlich eingeladen, am 18. und 19. Mai dabei zu sein. Fast alle Programmpunkte haben historische Berührungspunkte und sind nicht nur spannend, sondern auch lehrreich. Funken sprühen, Eisen glüht: Kleine und große Besucher schauen zu, wie ein Hufschmied den Pferden „Schuhe“ anpasst. Bei Schieferarbeiten wie dem Spalten, Brechen und in die richtige Form bringen, können sie selbst Hand anlegen. Der Dreschclub Adorf zeigt, wie Menschen in früheren Zeiten Getreide „gedroschen“ haben, um die Körner von den Ähren zu lösen. Als ein im Waldeckischen eingeschlossener Teil von Vöhl, zahlten die Menschen in Eimelrod mit „Gulden“ und „Kreuzer“, während in Willingen und den umliegenden Orten die Norddeutsche Währung „Taler“ und „Pfennig“ verlangt wurde. Derart abgeschnitten vom Umland, mussten die Menschen sich überwiegend selbst versorgen. Lange Zeit hatte Eimelrod gemessen an der Einwohnerzahl die größte Dichte an Handwerksbetrieben in ganz Hessen. Einige davon sind heute noch erhalten und stellen ihr Handwerk am Pfingstwochenende in einem kleinen Handwerkerdorf dar.

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Quer durch den Ort ziehen sich Stände mit allerlei leckeren und schönen Dingen. Ein Imker bietet heimischen Honig an. Eine Töpferei und eine Spinnstube stellen ihre Waren aus. Es gibt handgeschöpfte Seife, Öl- und Zirbelprodukte, Kräuter, Holzkunst, Filzprodukte und viele weitere Waren aus der Region. Bezahlt wird heute natürlich einheitlich mit Euro. Auch kulinarisch hat die Jubiläumsfeier einiges zu bieten. Von hausgemachtem Kuchen über Bauernhof-Eis, Grillfleisch und Fischspezialitäten bis hin zu Whiskey-Tasting, Weinverkostung und vielem mehr ist alles dabei. Lehrreich sind die Ausstellungen des Umweltmobils, der Waldschule, das mobile Sägewerk oder die Darstellung des Schäfervereins. Kleine Besucher schauen und staunen und haben viel Spaß im Kinderkarussell oder beim Kinderschminken. Eine Ausstellung informiert über die bewegte Geschichte des kleinen Ortes. Im Festzelt und auf der Dorfbühne schauen Besucher Tanzdarbietungen zu und lauschen Live-Musik von Rock und Pop bis Orgelklängen, lassen sich unterhalten von Comedy-Auftritten. Die Festmeile hat an beiden Tagen jeweils von 12 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Der Samstag beginnt um 11 Uhr mit der offiziellen Eröffnung im Festzelt, der Sonntag um 11 Uhr mit einem gemeinsamen Gottesdienst. Der Eintritt zur Festmeile und den Veranstaltungen tagsüber ist frei. Zur Party im Festzelt mit “Müller, Meier, Schulze” am Samstagabend wird Eintritt erhoben.

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