Aufruf des Landkreis: Veranstaltungen absagen

Waldeck-Frankenberg(pm). Die Corona-Lage in Waldeck-Frankenberg ist ernst. In den vergangenen Wochen ist die Zahl der Infektionszahlen stetig nach oben geklettert. In den vergangenen Tagen ist die Inzidenz im Schnitt pro Tag um 20 Fälle gestiegen. „Wir müssen jetzt die Notbremse ziehen“, warnen Landrat Dr. Reinhard Kubat und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese. Der Landkreis ruft daher dazu auf, alle geplanten Weihnachtsmärkte, Feiern und andere Zusammenkünfte abzusagen.

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Mitten in der vierten Welle
Das Infektionsgeschehen entwickelt sich derzeit vergleichbar zum steigenden Bundestrend. „Wir sind mitten in der vierten Welle, die sich im Landkreis erst aufbaut. Die Situation wird sich weiter verschärfen“, so Gesundheitsdezernent Frese weiter. „Wir müssen jetzt unbedingt gegensteuern, damit die Lage nicht außer Kontrolle gerät.“ Die Krankenhäuser füllen sich – und auf Märkten und Veranstaltungen werde gefeiert. „Das passt nicht zusammen. Daher sprechen wir die dringende Empfehlung an alle Veranstalter aus, ihre Aktionen abzusagen – auch, wenn sie draußen stattfinden. Wir wissen, dass das jetzt bitter ist, appellieren aber an den Menschenverstand und die Eigenverantwortung aller.“
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Verlegung von Erkrankten
Die Infektionszahlen müssten jetzt dringend abgebremst werden, damit die Lage möglichstkontrollierbar bleibe. In den letzten sieben Tagen gab es im Landkreis 329 Neuinfektionen, allein gestern waren es 86. Die aggressive Delta-Variante des Virus verbreitet sich rasend
schnell, die kühlen Temperaturen und, dass sich Menschen überwiegend drinnen aufhalten, tun ihr übriges. Aktuell sind in den Klinken in Waldeck-Frankenberg 17 Infizierte in stationärer Behandlung, 4 Erkrankte benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. „Das mag sich auf den ersten Blick moderat anhören. Wir sehen aber aktuell, dass sich abzeichnet, dass bereits andere Landkreise Patienten zu uns nach Waldeck-Frankenberg verlegen, da deren Kapazitäten erschöpft sind“, so Frese. „Dass wir Menschen in unseren Krankenhäusern abweisen müssen, möchten wir nicht erleben.“ Daher gelte es, jetzt etwas zu tun, bevor es zu spät ist.

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