Arbeitslosenquote wie vor der Pandemie

Zahl der Arbeitslosen wieder unter 6000er-Marke gesunken
Korbach(pm). Weiter entspannt zeigt sich der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Korbach im Oktober: Die Arbeitslosenzahl in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder sinkt auf 5852, das entspricht einem Rückgang um 245 Personen bzw. 4 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt mit 3,1 Prozent auf dem gleichen Wert wie im Oktober 2019 vor der Pandemie. Im Oktober vorigen Jahres hatte sie bei 3,9 Prozent gelegen. „Die niedrige Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent ist natürlich sehr erfreulich – insbesondere angesichts der Pandemie-Turbulenzen“, sagt Agenturleiter Uwe Kemper. „Gleichzeitig knüpfen wir auch beim Bedarf an Arbeitskräften an die Zeiten vor Corona an, wobei jetzt sogar fast 700 offenen Stellen mehr gemeldet sind als im Oktober 2019.“ Wie vor zwei Jahren seien die Branchen mit dem größten Bedarf die Zeitarbeit, gefolgt vom Gesundheits- und Sozialwesen, dem verarbeitenden Gewerbe und dem Handel einschließlich Kfz-Reparatur. Auch die Entwicklung, dass in vielen Branchen vorwiegend Fachkräfte gesucht würden, setze sich fort. Kemper: „Für ungelernte Kräfte wird es immer wichtiger, sich zu qualifizieren, um in der Arbeitswelt mithalten zu können.“ In allen Personengruppen ist die Arbeitslosigkeit im Oktober gesunken, wie schon im September am deutlichsten bei den unter 25-Jährigen (um 94 auf 543, minus 14,8 Prozent), gefolgt von den Ausländern (minus 76 Personen, minus 5,2 Prozent). Bei den Frauen sind es 122 Arbeitslose weniger (minus 4,4 Prozent), bei den Männern 123 (minus 3,7 Prozent) und bei den ab 50-Jährigen 30 (minus 1,3 Prozent).

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In beiden Rechtskreisen ist die Arbeitslosigkeit sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich zurückgegangen: So erhielten im Oktober 2528 Menschen Arbeitslosengeld (Bereich SGB III), das sind 90 weniger als im September (minus 3,4 Prozent) und 1242 weniger als im Vorjahr (minus 32,9 Prozent). Bei der Grundsicherung (Bereich SGB II) ist ein Rückgang um 155 auf 3324 Personen zu verzeichnen (minus 4,5 Prozent), im Vergleich mit dem Vorjahr um 217 Personen bzw. 6,1 Prozent. Bei der Langzeitarbeitslosigkeit machen sich Pandemie-Auswirkungen deutlich bemerkbar. Zwar ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Oktober erneut gesunken, auf jetzt 1879 (minus 73, minus 7,6 Prozent). Im Vergleich mit dem Vorjahr ist jedoch ein weiterer Anstieg um 71 Personen (plus 3,9 Prozent) festzustellen. Innerhalb eines Jahres ist der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen im Agenturbezirk von 24,7 auf 32,1 Prozent gestiegen. Der Stellenbestand in beiden Landkreisen liegt mit 3862 etwas höher als im September (plus 16) und deutlich über dem Vorjahreswert von 2651 offenen Stellen (plus 1211). Auch im Vergleich mit dem Vor-Pandemiejahr ergibt sich ein deutlicher Anstieg: Im Oktober 2019 waren 3168 Stellen im Agenturbezirk zu besetzen (plus 694). Im Agenturbezirk haben im Oktober 11 Betriebe neu Kurzarbeit angezeigt, die bis zu 105 Beschäftigte betreffen kann. Im September hatte es 10 neue Anzeigen für maximal 254 Personen gegeben. Ob und in welchem Umfang die Betriebe tatsächlich kurzarbeiten, wird erst mit der Abrechnung deutlich, für die sie drei Monate Zeit haben. Für diese realisierte Kurzarbeit gibt es auf Agenturebene Hochrechnungen bis Juni, als in 883 Unternehmen insgesamt 5343 Beschäftigte kurzgearbeitet haben (Mai: 1166 Betriebe, 7651 Beschäftigte).

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Die Arbeitsmarktzahlen in den Landkreisen:

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg waren im Oktober 2732 Menschen arbeitslos gemeldet, 98 weniger als im September (minus 3,5 Prozent) und 721 weniger als vor einem Jahr (minus 20,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote sinkt von 3,2 auf 3,1 Prozent, im Vorjahr hatte sie bei 3,9 gelegen. Der Stellenbestand im Landkreis sinkt leicht um 20 auf 2124, das sind 604 mehr als im Oktober 2020 (Oktober 2019: 1722). 7 neue Kurzarbeits-Anzeigen gingen in Waldeck-Frankenberg ein, die für maximal 78 Personen gelten (September: 6 neue Anzeigen für bis zu 214 Beschäftigte). Auf Landkreisebene liegen Hochrechnungen zur tatsächlichen Kurzarbeit bis Mai vor: Danach waren in Waldeck-Frankenberg 4640 Beschäftigte in 679 Betrieben in Kurzarbeit (April: 5046 Personen in 694 Unternehmen).

Korbach mit Bad Wildungen. 1345 Menschen ohne Arbeit waren im Oktober in Korbach und Bad Wildungen gemeldet, 19 weniger als im September (minus 1,4 Prozent) und 249 weniger als vor einem Jahr (minus 15,6 Prozent). Die Quote stagniert bei 3,3 Prozent, gegenüber Oktober 2020 entspricht das minus 0,5 Prozentpunkten.

Geschäftsstelle Frankenberg. 770 Arbeitslose verzeichnet die Geschäftsstelle Frankenberg im Berichtsmonat, 35 weniger als im Vormonat (minus 4,3 Prozent) und 311 weniger als im Oktober 2020 (minus 28,8 Prozent). In Frankenberg sinkt die Quote um 0,1 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent – der niedrigste Wert im Agenturbezirk (Oktober 2020: 3,8 Prozent).

Geschäftsstelle Bad Arolsen. 617 Menschen auf Jobsuche waren in der Geschäftsstelle Bad Arolsen erfasst. Im Vergleich zu September entspricht das einem Rückgang um 44 Personen (minus 6,7 Prozent) und zu Oktober des Vorjahres um 161 Personen (minus 20,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,5 Prozent (September 3,8 Prozent, Oktober 2020 4,4 Prozent).

Landkreis Schwalm-Eder. 3120 Arbeitslose waren im Oktober im Schwalm-Eder-Kreis registriert, 147 weniger als im September (minus 4,5 Prozent) und 738 weniger als im Vorjahresmonat (minus 19,1 Prozent). Die Quote sinkt von 3,3 auf 3,2 Prozent und liegt damit 0,7 Prozentpunkte niedriger als vor einem Jahr. 1738 offene Stellen waren im Landkreis gemeldet, ein Plus von 36 gegenüber September und von 607 gegenüber Oktober 2020 (Oktober 2019: 1446). Im Schwalm-Eder-Kreis haben 4 Betriebe für maximal 27 Mitarbeiter neu Kurzarbeit angezeigt (September: 4 Anzeigen für bis zu 40 Beschäftigte). Nach der Hochrechnung über die tatsächliche Kurzarbeit haben im Mai im Landkreis 3011 Arbeitnehmer in 488 Betrieben kurzgearbeitet. Im April waren es 3200 Beschäftigte in 517 Betrieben.

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Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg. 1426 Arbeitslose waren in der Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg erfasst – ein Rückgang um 58 gegenüber September (minus 3,9 Prozent) und um 341 gegenüber dem Vorjahresmonat (minus 19,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,1 Prozent. Im September hatte sie 3,2 Prozent betragen und im Vorjahresmonat 3,8 Prozent.

Geschäftsstelle Melsungen. In der Geschäftsstelle Melsungen waren im Oktober 859 Personen arbeitslos gemeldet, 48 weniger als vor vier Wochen (minus 5,3 Prozent) und 165 weniger im Jahresvergleich (minus 16,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote sinkt auf 3,4 Prozent (September: 3,5 Prozent, Oktober 2020: 4,0 Prozent).

Geschäftsstelle Schwalmstadt. 835 Menschen auf Jobsuche zeigt die Oktober-Statistik für die Geschäftsstelle Schwalmstadt, gegenüber September ein Rückgang um 41 (minus 4,7 Prozent) und gegenüber dem Vorjahresmonat um 232 (minus 21,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt mit 3,2 Prozent um 0,1 Prozentpunkt niedriger als im September, im Oktober vorigen Jahres hatte sie 4,0 Prozent betragen.

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