Jahreshauptversammlungen in Bad Wildungen – Vorsichtig optimistischer Blick auf 2026
Bad Wildungen. Im Quellenhof Bad Wildungen kamen die Mitglieder der Bezirksstelle Waldeck-Frankenberg im Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen sowie der Innung für das Bauhandwerk Waldeck-Frankenberg zu ihren Jahreshauptversammlungen zusammen. Im Mittelpunkt standen die wirtschaftliche Entwicklung der Branche, die Fachkräftesicherung und die Ausbildung des Nachwuchses. Bezirksstellenleiter und Obermeister Ulrich Mütze berichtete über die aktuelle Situation im Baugewerbe. Die Baukonjunktur wird bundes- und landesweit weiterhin verhalten eingeschätzt. Für Waldeck-Frankenberg wurde jedoch ein vorsichtig optimistischer Ausblick für 2026 formuliert. Chancen werden insbesondere in öffentlichen Investitionen und den erhöhten Vergabegrenzen bei Ausschreibungen gesehen. Der Innung für das Bauhandwerk Waldeck-Frankenberg gehören aktuell 52 Betriebe an, der Bezirksstelle Waldeck-Frankenberg im Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen 40 Mitgliedsunternehmen. Die Ausbildung des Fachkräftenachwuchses bleibt dabei ein zentrales Anliegen der Innung.
Aktuell werden an den Lehrbaustellen Korbach und Frankenberg jeweils 34 Auszubildende in den Berufen Maurer/in, Zimmerer/in, Fliesenleger/in, Tiefbaufacharbeiter/in, Rohrleitungsbauer/in und Straßenbauer/in ausgebildet.
Auch interessant:
Mehr als Medizin: Wie Hospizarbeit im Krankenhaus hilft
Bau-Innung setzt auf Ausbildung und Fachkräftesicherung
Riesenbärenklau und Eichenprozessionsspinner in der Region – Hinweise zum Umgang
„Mit 68 Auszubildenden in den Bauberufen an den Standorten Korbach und Frankenberg verfügt das heimische Bauhandwerk über eine solide Nachwuchsbasis. Umso wichtiger ist die Sicherung des Berufsschulstandortes für die Maurerausbildung. Nachdem der Fortbestand des Standortes zeitweise infrage stand, konnte gemeinsam mit der Hans-Viessmann-Schule, den Beruflichen Schulen Korbach und dem Staatlichen Schulamt eine Lösung gefunden werden. Kurze Wege und eine wohnortnahe Beschulung stärken die Attraktivität der Ausbildung und helfen unseren Betrieben bei der Fachkräftesicherung“, betonte Obermeister Ulrich Mütze. Zur Lage der Bauwirtschaft erklärte Mütze: „Die aktuelle Berichterstattung zeichnet teilweise ein sehr negatives Bild der Bauwirtschaft. Natürlich spüren auch unsere Betriebe die Herausforderungen durch gestiegene Kosten und die schwache Entwicklung im Wohnungsbau. Gleichzeitig erleben wir in Waldeck-Frankenberg keine einheitliche Krisensituation. Viele Betriebe verfügen weiterhin über eine gute Auslastung. Deshalb blicken wir mit Zuversicht, aber ohne die bestehenden Herausforderungen aus den Augen zu verlieren, auf das Jahr 2026.“ Darüber hinaus informierten Fachreferenten über aktuelle Entwicklungen im Bauhandwerk, darunter die Digitalisierung, die Umsetzung der Ersatzbaustoffverordnung sowie steigende Anforderungen an nachhaltiges Bauen. Am 28. August 2026 findet im Lehrbauhof Korbach der praktische Leistungswettbewerb der Straßenbauer statt. Gleichzeitig feiern die Lehrbaustellen ihr 50-jähriges Bestehen. Das Jubiläum soll im Rahmen der Veranstaltung gewürdigt werden. Kontakt: Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg, Telefon 05631 9535-100, E-Mail: info@khkb.de.














