Auszeit für die Gesundheit: Jobcenter stellen Bundesprogramm rehapro vor

Cölbe(pm). Ein neues Angebot der Jobcenter Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder und Marburg-Biedenkopf unterstützt ihre Kundinnen und Kunden ab sofort bei der Verbesserung ihrer Gesundheit und Erhaltung ihrer Arbeitsfähigkeit. Die Teilnahme ist kostenlos. Interessierte können sich ab sofort melden. Das Kooperationsprojekt der Jobcenter Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder sowie des Kreis-Job-Centers Marburg-Biedenkopf (KJC) richtet sich in erster Linie an Menschen über 40 Jahre mit dauerhaften gesundheitlichen Einschränkungen, die sich freiwillig zur Teilnahme entscheiden.

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Ziel ist es, die Teilnehmenden während ihrer Auszeit vom Berufsleben bei der Verbesserung ihrer Gesundheit zu unterstützen und so auch deren Arbeitsfähigkeit zu verbessern oder zu erhalten. Für den Landkreis Waldeck-Frankenberg wurden in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband der Treffpunkte e.V. Standorte in Bad Arolsen, Korbach, Frankenberg und Bad Wildungen eingerichtet. Gesundheitslotsen des Jobcenters und der Treffpunkte helfen den Teilnehmenden dabei, ihre Gesundheit in den Blick zu nehmen. Sie geben den Anstoß zu Diagnosen, begleiten bei Bedarf zu Ärzten, vermitteln weitere Hilfsangebote und entwickeln gemeinsam mit den Teilnehmenden einen individuellen Gesundheitsplan.

Bis zu sechs Monate werden die Teilnehmenden individuell, persönlich und langfristig auf ihren Weg zur Verbesserung ihrer Gesundheit begleitet. Anschließend wird auch die berufliche Teilhabe wieder in den Fokus genommen und im besten Fall gelingt ein Neustart in das Arbeitsleben. Hierbei unterstützt eine speziell ausgewählte Arbeitsvermittlerin und der Integrationsfachdienst (IFD). In einem Pressegespräch am 01. Juli 2020 in Cölbe informierten die drei Jobcenter gemeinsam über das Kooperationsprojekt.

„Während die bisherigen Schwerpunkte vor allem auf eine Qualifikation ausgerichtet waren, ist es uns jetzt möglich auch andere Wege zu beschreiten“ betont Otto Richter, Geschäftsführer des Jobcenters Waldeck-Frankenberg. Für ihn bedeutet die Fokussierung auf die Gesundheit der Kundinnen und Kunden des Jobcenters nichts Geringeres als ein „Paradigmenwechsel“. „Mit der Auszeit für Gesundheit gehen wir einen neuen Weg. Die Gesundheit wird klar in den Vordergrund gerückt. Es geht nicht nur darum, Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Wir wollen sie zuerst darin unterstützen gesundheitliche Probleme gezielt anzugehen und auch wieder mehr am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Dadurch steigen dann auch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Marburg-Biedenkopf, Marian Zachow.

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„Viele unserer Kunden haben gesundheitliche Probleme und sind deshalb auf dem Arbeitsmarkt nicht voll wettbewerbsfähig. Doch sie werden als Arbeitskraft gebraucht und wollen wieder am Arbeitsmarkt teilnehmen, hier gibt uns das Programm Rehapro die Chance, neue Wege auszuprobieren sowie eine gesundheitliche Stabilisierung und Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit zwischen den Jobcentern und auf die vielen neuen Ideen unserer multiprofessionellen Teams“, sagte der Geschäftsführer Jobcenter Schwalm-Eder, Hans-Gerhard Gatzweiler. Entstanden ist das von den drei Kreisen entwickelte Angebot im Rahmen des Bundesprogramms „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

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Es richtet sich vor allem an Menschen über 40 Jahre mit dauerhaften gesundheitlichen Einschränkungen, die sich freiwillig zur Teilnahme entscheiden. Im Einzelfall ist aber auch eine Teilnahme von jüngeren Kundinnen und Kunden des Jobcenters möglich. Kosten entstehen ihnen keine. Fahrtkosten werden vom Jobcenter übernommen. Weitere Informationen, etwa zu den Abläufen und Inhalten der Auszeit für Gesundheit, erhalten Interessierte per E-Mail an Karl-Heinz.Wilke@jobcenter-ge.de oder unter der Telefonnummer 05631 957-450.

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