Neurochirurgie im Medinzinischen Versogungszentrum Frankenberg

Frankenberg(pm). Dem Kreiskrankenhaus in Frankenberg ist es nach Verhandlungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) gelungen, einen halben KV-Sitz für Neurochirurgie zugesprochen zu bekommen. Die Aufgabe als niedergelassene Fachärzte für Neurochirurgie teilen sich die Neurochirurgen Anas Kalhout und Muhammad Ali Hayek, die sich als Wirbelsäulenchirurgen am Kreiskrankenhaus bereits einen guten Namen gemacht haben. Damit wird eine zusätzliche Leistung für die Bevölkerung in Frankenberg (Eder) angeboten und eine Versorgungslücke geschlossen.

Für Patienten bedeutet dies eine große Vereinfachung. Der Zugang zu den Sprechstunden ist nun mit der Versichertenkarte der Krankenkassen ohne Überweisung eines niedergelassenen Facharztes direkt möglich. Wegen der hohen Nachfrage ist im Vorfeld eine telefonische Terminvereinbarung notwendig (06451/230 880 MVZ-Frankenberg). Die Sprechstunden finden jeden Dienstag von 10:00 bis 14:00 Uhr und Freitag von 08:00 bis 13:00 Uhr in den Räumen des Medizinischen Versorgungszentrums in der Forststraße 9 (Eingang am Hubschrauberlandeplatz) statt.
Neben der Übernahme des oben genannten Neurochirurgie-Sitzes ist das Krankenhaus in enger Abstimmung mit den niedergelassenen Haus- und Fachärzten dabei, weitere Angebote zu schaffen, die mittel- und langfristig die medizinische Versorgung der Bevölkerung, aber auch die Wirtschaftlichkeit des Kreiskrankenhauses verbessern sollen. Denn letztlich werden alle Leistungsanbieter im Gesundheitswesen nur in Abstimmung miteinander die Versorgungsprobleme der Zukunft lösen und dabei auch noch wirtschaftlich sein können.

Innerhalb der Krankenhausstruktur ist ebenfalls eine Neuerung zu verzeichnen. Der Aufsichtsrat des Kreiskrankenhaus Frankenberg hat beschlossen, die Abteilung Wirbelsäulenchirurgie als eigenständige Klinik für Wirbelsäulenchirurgie zu führen. Zum Chefarzt wurde der Facharzt für Neurochirurgie Anas Kalhout ernannt. Als Oberarzt steht ihm der Kollege Muhammad Ali Hayek zur Seite, mit dem er bereits am Uniklinikum Freiburg und am Klinikum Kassel zusammengearbeitet hat. Dass das Kreiskrankenhaus Frankenberg als unabdingbarer Notfallstandort durch das Land Hessen ausgewiesen ist, kommt seit Jahren vielen Patienten zu Gute. Dass bereits seit Ende 2018 zwei Ärzte für Neurochirurgie mit einer fundierten Ausbildung zusätzlich neben den anderen Bereichen am Haus arbeiten, ist ein Segen für die Region. So konnten bereits eine ganze Reihe von Patienten, die bei Unfällen Verletzungen am Kopf und oder der Wirbelsäule erlitten hatten, behandelt werden, die man früher hätte verlegen müssen. Durch das schnelle und kompetente Eingreifen der beiden Neurochirurgen konnten sie die Unfallfolgen ohne oder mit nur geringen bleibenden Schäden überwinden. Einige haben die Unfallfolgen nur durch den Eingriff der Ärzte überlebt.

Der Schwerpunkt der Ärzte liegt jedoch im Bereich der konservativen Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen und planbaren Wirbelsäulenoperationen. Die Abteilung hat eine stetig wachsende Zahl von Patienten zu verzeichnen, was dem sehr guten Ruf ihrer Arbeit zu verdanken ist. So ist es nur konsequent, diesen Bereich unter der chefärztlichen Leitung von Ana Kalhout zu führen.
Große Fortschritte hat auch die Versorgung der Patienten bzgl. der Behandlung chronischer Schmerzen gemacht. Die vielversprechendsten neuen Methoden wenden Kalhout und Kollegen an, um die Schmerzen ihrer Patienten unter Kontrolle zu bringen. So werden bei akuten Schmerzzuständen unter radiologischer Kontrolle Injektionen millimetergenau an die verursachende Stelle appliziert oder bei chronischen Schmerzen elektrische Stimulatoren eingesetzt, um diese auszuschalten. Das Kreiskrankenhaus plant, zu dieser Thematik eine Patientenveranstaltung am 30. November auszurichten. Die enge kollegiale Kooperation mit allen anderen Bereichen des Kreiskrankenhauses ist ein weiterer Garant für die herausragende medizinische Qualität der Versorgung von Patienten am Kreiskrankenhaus Frankenberg.

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Hintergrund KV-Sitz für niedergelassene Fachärzte
Die Kassenärztliche Vereinigung reguliert über die Vergabe von KV-Sitzen die Versorgung mit niedergelassenen Allgemein- und Fachärzten. Nach den aktuellen Bevölkerungszahlen wird die Anzahl der als notwendig erachteten Mediziner pro Fachgebiet errechnet. Damit soll eine flächendeckend ausreichende Versorgung der Bevölkerung erreicht und ein Überangebot in bestimmten Regionen (z.B. Ballungszentren) vermieden werden.

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