Hochsauerlandkreis(pm). Immer mehr Menschen im Hochsauerlandkreis haben Interesse an einer Photovoltaikanlage. Zum einen wollen sie aktiv etwas für den Umweltschutz tun, zum anderen möchten sie ihr Geld in eine nachhaltige und rentable Anlage investieren. Das einzige Problem daran ist, dass die hohe Nachfrage zu langen Wartezeiten geführt hat. Wer eine Photovoltaikanlage installieren lassen möchte, muss möglicherweise mehrere Monate warten. Infolgedessen ziehen immer mehr eine Eigenmontage in Erwägung. Aus rechtlicher Sicht ist eine solche durchaus erlaubt, aber ob es sich um eine gute Idee handelt, ist eine ganz andere Geschichte.
Rechtliche Situation bei der Eigenmontage von Solaranlagen
Wer sich für die Installation einer Photovoltaikanlage entscheidet und ein darauf spezialisiertes Unternehmen beauftragt, muss sich keine großen Gedanken um rechtliche Fragen machen, da diese normalerweise von dem jeweiligen Unternehmen übernommen werden. Bei einer Eigenmontage fällt diese Unterstützung weg, weswegen sich Hobbyhandwerker ganz alleine um rechtliche Fragen kümmern müssen. An sich gibt es kein Gesetz, das eine Eigenmontage verbietet, aber im Endeffekt dürfen nur einige Arbeiten eigenständig durchgeführt werden. Bei vielen Arbeitsschritten ist so oder so ein zertifizierter Elektroinstallateur erforderlich. Eine Baugenehmigung braucht es hingegen selten. Sie ist nur in Ausnahmefällen notwendig. Unabhängig davon ist es besser, sich vor einer Eigenmontage bei dem zuständigen Bauamt zu vergewissern.
Risiken bei einer Eigenmontage
Den meisten dürfte bewusst sein, dass Arbeitsunfälle im Handwerk keine Seltenheit sind und wer eine Eigenmontage durchführen möchte, setzt sich einer Reihe von Risiken aus. Tatsächlich sind diese Risiken sogar noch größer als üblich, da man ganz auf sich alleine gestellt ist und womöglich nicht einmal die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen trifft. Während der Installation einer Photovoltaikanlage kann es beispielsweise zu Bränden, elektrischen Schlägen oder Stürzen kommen. Zudem besteht das Risiko, dass Garantieleistungen erlöschen oder der Versicherungsschutz verfällt. Um all diese Risiken müssen wir uns nicht sorgen, wenn wir von Anfang an einen Fachbetrieb engagieren.
Die Argumente gegen eine Eigenmontage überwiegen
Natürlich ist es durch eine Eigenmontage theoretisch möglich, Geld und Zeit zu sparen. Angesichts der wirtschaftlichen Situation in der Region und anderen Teilen Deutschlands lässt sich dieser Gedankengang nachvollziehen. Trotzdem ist von einer Eigenmontage abzuraten, da die Nachteile die Vorteile überwiegen. Neben den hohen Risiken dürfen Interessierte nicht vergessen, dass eine Eigenmontage eine Menge Fachwissen und ein hohes handwerkliches Geschick erfordert. Zudem müssen rechtliche Rahmenbedingungen eingehalten werden. Nicht zuletzt ist nicht einmal garantiert, dass die Wartezeiten so viel kürzer ausfallen. Lieferengpässe lassen sich schließlich auch durch eine Eigenmontage nur schwer umgehen.
Womit hängen die langen Wartezeiten überhaupt zusammen?
Wir hätten nun geklärt, dass eine Eigenmontage im Regelfall keine gute Entscheidung ist. Bleibt nur noch die Frage, womit die langen Wartezeiten überhaupt zusammenhängen. Einer der Hauptgründe ist wenig überraschend der Fachkräftemangel in Deutschland. Es gibt kaum Handwerksbetriebe, denen es nicht an fachkundigem Personal fehlt. Ein weiterer Grund für die langen Wartezeiten sind Lieferengpässe bei wichtigen Bauteilen wie Stromspeicher und Wechselrichter. Beides ist unabdingbar für die Installation einer Photovoltaikanlage. Wechselrichter oder auch Inverter sind Geräte, die Gleichspannung in Wechselspannung umwandeln können. Ohne sie wäre es Solaranlagen nicht möglich, verwertbaren Strom zu erzeugen.

