Berlin. Beim Frühjahrsfinale von Jugend trainiert für Olympia und Paralympics 2026 in Berlin hat Hessen Schulsportgeschichte geschrieben: Erstmals belegte das Land den ersten Platz im Bundesmedaillenspiegel und stellte mit der Carl-von-Weinberg-Schule zudem die erfolgreichste Schule. Mit 24 Teams aus zehn Schulen war die hessische Schulsport-Delegation in die Hauptstadt gereist, am Ende standen beeindruckende sechs Gold-, fünf Silber- und zwei Bronzemedaillen, die in den Sportarten Badminton, Basketball, Gerätturnen, Handball, Tischtennis, Para Tischtennis und Volleyball errungen wurden. Bildungsminister Armin Schwarz: „Dieser historische erste Platz im Medaillenspiegel zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Bildung und Sport Hand in Hand gehen. Unsere Schulen sind nicht nur Orte des Lernens – sie sind Orte, an denen junge Menschen mit ihren Talenten über sich hinauswachsen können. Im Schulterschluss mit dem organisierten Sport leisten die hessischen Schulen einen entscheidenden Beitrag zur Talentförderung. Unser Ziel ist es, schulische und sportliche Spitzenleistungen verlässlich miteinander zu vereinbaren – denn nur so gelingen Sportlerkarrieren auf höchstem Niveau.“ Grundlage dieser Erfolge ist das Landesprogramm zur Talentsuche und Talentförderung an hessischen Schulen. An zwei Eliteschulen des Sports und in zwölf regionalen Talentzentren werden sportlich begabte Schülerinnen und Schüler ergänzend zum Vereins- und Verbandstraining gezielt gefördert. Begleitet werden sie dabei von 78 Lehrer-Trainerinnen und Lehrer-Trainern, die nicht nur sportartspezifisch ausbilden, sondern die jungen Athletinnen und Athleten auch pädagogisch durch den trainingsintensiven Schulalltag führen.
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Erfolgreichste Schule Deutschlands kommt aus Frankfurt
Die Carl-von-Weinberg-Schule aus Frankfurt, eine der beiden Eliteschulen des Sports in Hessen (neben der Uplandschule Willingen für Wintersport), machte ihrem Titel mit neun qualifizierten Mannschaften, vier Goldmedaillen, einmal Silber und zweimal Bronze alle Ehre – und wurde damit zur erfolgreichsten Schule Deutschlands beim diesjährigen Bundesfinale. Auch zwei Partnerschulen des Leistungssports, die Elly-Heuss-Schule aus Wiesbaden und die Main-Taunus-Schule aus Hofheim, konnten überzeugen: Der Wiesbadener Nachwuchs brachte einmal Gold (Handball, U14, Jungen) und zweimal Silber (Handball, U14, Mädchen und Volleyball, U16, Mädchen) mit in die Landeshauptstadt, während das Hofheimer Team je einmal Gold (Volleyball, U16, Jungen) und Silber (Basketball, U16, Mädchen) gewinnen konnte.
Erfolg auch in der Breite: Erstmalig eine Hauptschule Teil des hessischen Teams
Eine weitere Silbermedaille konnte die Alexander-Schmorell-Schule (Kassel) zum überzeugenden Gesamtergebnis beisteuern. Die Förderschule unterlag erst im Finale des U18 Para Tischtennis-Turniers. Für ein weiteres Novum aus hessischer Sicht sorgte die Alteburg-Schule aus Biebergemünd (Tischtennis, U16, Mädchen), die sich als erste hessische Hauptschule für ein Bundesfinale qualifizieren konnte.
Die Medaillengewinner im Überblick:
Gold
• Badminton, U16, Mixed: Carl-von-Weinberg-Schule, Frankfurt
• Basketball, U16, Jungen: Carl-von-Weinberg-Schule, Frankfurt
• Gerätturnen, U16, Mixed: Carl-von-Weinberg-Schule, Frankfurt
• Handball, U14, Jungen: Elly-Heuss-Schule, Wiesbaden
• Tischtennis, U18, Mädchen: Carl-von-Weinberg-Schule, Frankfurt
• Volleyball, U16, Jungen: Main-Taunus-Schule, Hofheim
Silber
• Basketball, U16, Mädchen: Main-Taunus-Schule, Hofheim
• Gerätturnen, U16, Mädchen: Carl-von-Weinberg-Schule, Frankfurt
• Handball, U14, Mädchen: Elly-Heuss-Schule Wiesbaden
• Para Tischtennis, U18, Mixed: Alexander-Schmorell-Schule, Kassel
• Volleyball, U16, Mädchen: Elly-Heuss-Schule, Wiesbaden
Bronze
• Basketball, U18, Jungen: Carl-von-Weinberg-Schule, Frankfurt
• Tischtennis, U16, Jungen: Carl-von-Weinberg-Schule, Frankfurt

