Korbach. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat Fördermittel in Höhe von über 170.000 Euro aus dem Ausbildungs- und Qualifizierungsbudgets an die DELTA Waldeck-Frankenberg GmbH übergeben. Damit werden – bis zur Auflösung der Gesellschaft – bewährte arbeitsmarktpolitische Angebote finanziert, die dann nach und nach unter dem Dach des Landkreises weitergeführt werden.
Kompetenzen bündeln, Angebote sichern
Die Mittel stammen aus dem Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget, kurz AQB, des Landkreises, werden aktuelle Angebote finanzieren und zugleich langfristige Strukturen für die Integration von Menschen in den regionalen Arbeitsmarkt schaffen. Mit der Vergabe der Aufträge wird die Fortführung erfolgreicher Maßnahmen im Landkreis gesichert. Zugleich bereitet die Übergabe der Aufgaben an den Landkreis im neuen Jahr den Weg, Kompetenzen zu bündeln und die Angebote dauerhaft abzusichern.
Bewerbungs- und Digitalkompetenzen stärken
Ein Schwerpunkt der Förderung ist das Projekt „Checkpoint“, das mit Gesamtkosten von 48.851,22 € an den Standorten Korbach, Frankenberg, Bad Arolsen und Bad Wildungen Menschen niedrigschwellig und ohne formale Hürden unterstützt. Das offene Angebot richtet sich an Ratsuchende mit arbeitsmarktlichen und administrativen Anliegen und zielt darauf ab, Bewerbungs- und Digitalkompetenzen zu stärken, die Stabilisierung von Arbeitsuchenden zu fördern und deren administrative Selbstständigkeit zu erhöhen. Durch die Präsenz an zentralen Standorten wird eine große Zahl von Menschen erreicht, die von der unkomplizierten Unterstützung profitiert.
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Unterstützung bei Spracherwerb
Mit 100.384,36 € wird die Maßnahme „FiB – Fit für die Berufswelt“ gefördert, die in Frankenberg und Bad Arolsen jeweils 16 Teilnehmende aufnimmt und grundsätzlich auch in Korbach angeboten wird. Das Programm richtet sich gezielt an Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund, die trotz bereits besuchter Sprachkurse weiterhin Unterstützung beim Spracherwerb sowie bei Lese-, Schreib- oder Rechenkenntnissen benötigen. Durch die Kombination von Sprachförderung, Grundbildung, sozialer Stabilisierung und betrieblichen Praktika werden die Teilnehmenden umfassend auf den Einstieg in den regionalen Arbeitsmarkt vorbereitet.
Berufsbezogene Sprachkenntnisse und interkulturelles Training fördern
Darüber hinaus wird der Lehrgang „AVIA“ mit 22.972,20 € gefördert. Die Maßnahme in Korbach umfasst 13 Teilnehmende und richtet sich speziell an neu zugewanderte muslimische Migrantinnen mit ersten Deutschkenntnissen. Vermittelt werden berufsbezogene Sprache, grundlegende IT-Kenntnisse und interkulturelles Training. Sensibles Coaching wird mit Alltagskompetenzen wie Mobilität und Finanzwissen sowie Fachvorträgen verknüpft. Zwei begleitete Praktika ermöglichen den Teilnehmenden die praktische Erprobung ihrer Fähigkeiten im regionalen Arbeitsmarkt und schaffen unmittelbare Anschlüsse an potenzielle Arbeitgeber.
Förderung durch das Land Hessen
Diese und weitere Maßnahmen laufen bisher in Trägerschaft der DELTA Waldeck-Frankenberg GmbH. Durch die Finanzierung der Maßnahmen durch das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales werden die Landkreise dabei unterstützt, passgenaue, regionale Strategien zur Integration benachteiligter Menschen in Ausbildung und Arbeit umzusetzen. Unter der Regie des Landkreises sollen nach Auflösung der DELTA die Angebote fortgeführt, Kompetenzen gebündelt und dauerhafte Strukturen geschaffen werden, die den Teilnehmenden weiterhin eine verlässliche und individuell zugeschnittene Begleitung auf dem Weg in den Beruf garantieren. „Mit den heutigen Förderentscheidungen investieren wir gezielt in die Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises und in die Menschen, die hier leben und arbeiten wollen“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Karl-Friedrich Frese. „Die Projekte Checkpoint, FiB – Fit für die Berufswelt und der Lehrgang AVIA sind praxisnahe Angebote, die direkt an den Bedarfen der Teilnehmenden ansetzen. Sie geben Orientierung, stärken Kompetenzen und eröffnen reale Perspektiven auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Dass der Landkreis diese erfolgreichen Maßnahmen künftig in die eigene Regie übernimmt, zeigt: Wir wollen nachhaltige Strukturen schaffen, die
Menschen langfristig fördern und Arbeitgeber bei der Fachkräftesuche unterstützen.“














