Korbach. In den Pflegeberufen stehen die Zeichen weiter auf Beschäftigungszuwachs. Im Bezirk der Arbeitsagentur Korbach, der die Landkreise Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder umfasst, gab es 2025 (Stichtag 30. Juni) insgesamt 8837 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Alten- und Gesundheitspflege. Das waren 221 mehr als ein Jahr zuvor (plus 2,6 Prozent) und 408 mehr als vor fünf Jahren (plus 4,8 Prozent). Zum Vergleich: Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung insgesamt ist im Agenturbezirk seit 2021 nur um 1,7 Prozent gewachsen. Darauf weist die Agentur für Arbeit Korbach anlässlich des internationalen Tages der Pflege am 12. Mai hin. „Der Pflegeberuf ist definitiv ein Beruf mit Zukunft: Er bietet eine Kombination aus sinnvoller Arbeit, guten Karriereperspektiven und hoher Arbeitsplatzsicherheit“, so der Korbacher Agenturleiter Volker Breustedt. „Der Nachfrage nach qualifizierten Pflegekräften steigt aufgrund der alternden Bevölkerung und des steigenden Bedarfs an Gesundheitsdienstleistungen, gleichzeitig gehen die geburtenstarken Jahrgänge auch in den Pflegeberufen in Rente.“ Der Agenturleiter verwies zudem darauf, dass die Entgelte in den Pflegeberufen in den vergangenen fünf Jahren stärker gestiegen seien als bei der Gesamtheit aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Agenturbezirk.
Im Landkreis Waldeck-Frankenberg arbeiteten 2025 insgesamt 5267 Frauen und Männer in der Pflege, das sind 31 mehr als im Vorjahr und 293 mehr als vor fünf Jahren. Die Pflegekräfte machen somit 8,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus. 105 Pflegekräfte waren 2025 im Jahresdurchschnitt arbeitslos gemeldet, bei gleichzeitig 84 offenen Stellen. Das Medianentgelt aller Vollzeit-Pflegekräfte in Waldeck-Frankenberg lag zum Stichtag (31.12.2024) bei 4069 Euro, d.h. die eine Hälfte der Pflegebeschäftigten hat mehr, die andere Hälfte weniger verdient. Das entspricht einem Anstieg um 762 Euro innerhalb von fünf Jahren. Zum Vergleich: Das Medianentgelt aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten betrug 3814 Euro, 497 mehr als vor fünf Jahren.
Im Schwalm-Eder-Kreis waren im Vorjahr 3570 Menschen in der Pflege tätig, das entspricht einem Anteil von 5,9 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Der Vergleich mit den Vorjahren zeigt ein Plus von 190 Pflegekräften gegenüber 2024 und von 115 Beschäftigten gegenüber 2021. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 112 arbeitslose Pflegekräfte registriert, 61 Stellen waren zu besetzen. Das Medianentgelt in der Pflege lag mit 3811 Euro für Vollzeitkräfte um 996 Euro höher als vor fünf Jahren. Bei allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten betrug das Medianentgelt 3684 Euro, das sind 505 Euro mehr als 2021. Wer sich zu Qualifizierungen in den Pflege- und pflegenahen Berufen beraten lassen möchte, kann sich an den von mehreren Institutionen getragenen Bildungspunkt (www.komm-in-den-punkt.de) wenden. Schulabgängerinnen und -abgänger, die sich für eine Ausbildung in der Pflege interessieren, können sich bei der Berufsberatung der Korbacher Arbeitsagentur in ihrer Schule melden oder online einen Termin unter www.arbeitsagentur.de/link/termin vereinbaren.













