Wiesbaden/Waldeck-Frankenberg/Fritzlar. Die Sicherung von Fachkräften ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit – auch in Hessen. Bis 2030 werden rund 240.000 Fachkräfte fehlen. Umso wichtiger ist es, vorhandene Potenziale gezielt zu stärken und neue zu erschließen. Der Hessische Fachkräftepreis 2026 setzt genau hier an – und stellt in diesem Jahr Frauen als unverzichtbare Fachkräfte besonders in den Mittelpunkt. Die heimische Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer(SPD) ruft Unternehmen in Hessen dazu auf, sich aktiv am Wettbewerb zu beteiligen: „Frauen sind eine tragende Säule unserer Wirtschaft – doch ihr Potenzial wird noch immer nicht voll ausgeschöpft. Der Fachkräftepreis ist eine große Chance, innovative Ideen sichtbar zu machen und zu zeigen, wie Frauen gezielt gefördert, unterstützt und für verantwortungsvolle Aufgaben gewonnen werden können.“ Unter dem Motto „Mit Herz und Hand – Frauen für Hessens Wirtschaft“ zeichnet die Hessische Landesregierung bereits zum zweiten Mal Unternehmen aus, die mit kreativen und praxistauglichen Maßnahmen zur Fachkräftesicherung beitragen. Besonders gefragt sind Ansätze, die Frauen bessere berufliche Perspektiven eröffnen – etwa durch flexible Arbeitszeitmodelle, gezielte Weiterbildungsangebote oder familienfreundliche Strukturen.
Ein besonderes Augenmerk legt Sommer auf den ländlichen Raum – etwa in Waldeck-Frankenberg und Fritzlar: „Gerade in unseren Regionen zeigt sich, wie wichtig es ist, Frauen gezielt zu fördern und ihnen echte Perspektiven vor Ort zu bieten. Gute Arbeitsbedingungen, verlässliche Kinderbetreuung und innovative Arbeitsmodelle können dazu beitragen, dass Frauen ihre beruflichen Chancen auch im ländlichen Raum voll ausschöpfen – ohne ihre Heimat verlassen zu müssen.“ Viele Frauen arbeiten nach wie vor in Teilzeit, obwohl sie ihre Arbeitszeit gerne ausweiten oder mehr Verantwortung übernehmen würden. „Hier müssen wir ansetzen: durch bessere Rahmenbedingungen, echte Wahlfreiheit und eine Unternehmenskultur, die Frauen stärkt. Gerade in ländlichen Regionen liegt ein enormes Potenzial, das wir gemeinsam heben können“, so Sommer.
Gesucht werden Projekte und Maßnahmen, die in den Jahren 2025 oder 2026 entwickelt oder umgesetzt wurden. Dazu zählen unter anderem Initiativen in der Aus- und Weiterbildung, innovative arbeitsmarktpolitische Ansätze oder Strategien zur Steigerung der Attraktivität des Standorts Hessen. Der Wettbewerb richtet sich an Unternehmen aller Größenklassen vom kleinen Betrieb bis zum Großunternehmen. Insgesamt ist der Preis mit 10.000 Euro dotiert und wird in drei Kategorien vergeben. Daniela Sommer unterstreicht die Bedeutung der Teilnahme: „Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihr Engagement sichtbar zu machen – gerade auch hier bei uns vor Ort. Gute Beispiele aus Waldeck-Frankenberg, Fritzlar und der Region können zeigen, wie moderne Arbeitswelten aussehen und andere Betriebe inspirieren. Fachkräftesicherung gelingt nur, wenn wir alle Potenziale erkennen und fördern.“ Bewerbungsschluss ist der 15. Juni 2026. Die Preisverleihung findet am 26. November 2026 in Wiesbaden statt.
Teilnahmeberechtigung, Preisverleihung:
Um den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Anerkennungspreis können sich Unternehmen aus dem Bereich der Wirtschaft mit Sitz in Hessen in den folgenden drei Kategorien bewerben:
• Kategorie 1: Kleinstunternehmen und Kleinunternehmen (bis 49 Beschäftige)
• Kategorie 2: Mittlere Unternehmen (50 bis 259 Beschäftigte)
• Kategorie 3: Großunternehmen (über 249 Beschäftigten)
Weitere Informationen zum Hessischen Fachkräftepreises 2026 sind unter soziales.hessen.de und auf dem Beteiligungsportal des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales unter beteiligungsportal.hessen.de abrufbar.







