DGB Waldeck-Frankenberg ruft zur Kundgebung in Korbach auf

Korbach. Das diesjährige Motto zum 1. Mai „Erst unsere Jobs. Dann eure Profite.“ verdeutlicht, worum es uns aktuell geht: die anhaltende wirtschaftliche Krise und der industrielle Umbruch machen auch vor den Arbeitsplätzen im Landkreis Waldeck-Frankenberg nicht halt. Ebenso wenig die gestiegenen Kosten für Lebensmittel, Wohnen, Energie und Sprit. Immer mehr Menschen sind am Kämpfen, um ihren Lebensstandard zu halten und nicht sozial abzusteigen. Immer mehr Menschen haben Angst um ihre Jobs, um ihre Zukunft und um die Zukunft ihrer Familie. Gleichzeitig stellen Unternehmen und Investoren immer stärker ihre Rendite in den Vordergrund, schließen oder verlagern Standorte, unterlassen oder verschieben wichtige Investitionen, die die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen sichern. Und das oft, obwohl die Beschäftigten gute Arbeit leisten und die Unternehmen profitabel sind. Als wäre das nicht schon genug, werden die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von einflussreichen Teilen der Politik als Problem ausgemacht, beleidigt und beschimpft. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht neue Angriffe auf Arbeitnehmerrechte und den Sozialstaat gefahren werden. Als Schutzmacht der Beschäftigten stehen die Gewerkschaften auf und kämpfen – für jeden einzelnen Arbeitsplatz. Jobsicherheit ist das oberstes Gebot. Wirtschaftlicher Erfolg darf nicht auf Kosten der Beschäftigten organisiert werden. Gute Arbeit, sichere Arbeitsplätze und soziale Sicherheit müssen Vorrang haben vor kurzfristigen Renditeinteressen. Denn Eigentum verpflichtet. Die Gewerkschaften  lassen nicht zu, dass Profitinteressen über Menschenleben gestellt werden.

Jörg Becker, Vorsitzender des DGB-Kreisverbands Waldeck Frankenberg sagt: „In vielen Bereichen wird derzeit gegen uns Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gearbeitet. Jetzt kommt auch noch die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall dazu. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist auf vollen Lohnausgleich im Krankheitsfall zur Existenzsicherung angewiesen. Doch nun soll wieder gekürzt werden. Wir haben für volle Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gekämpft und werden es wieder tun, wenn es notwendig ist. Die Geschichte zeigt, Standhaftigkeit zahlt sich aus. Deswegen ist es umso wichtiger, dass wir am 1. Mai gemeinsam in Korbach auf die Straße gehen und Politik und Arbeitgebern die Rote Karte zeigen.“ Die Kundgebung beginnt um 10:00 Uhr am Obermarkt in Korbach. Es spricht Martin Spengler, stellvertretender Vorsitzender des DGB-Kreisverbands Waldeck-Frankenberg. Grußworte sprechen der Bürgermeister der Stadt Korbach, Stefan Kieweg und die Kreisbeigeordnete, Hannelore Behle. Am Obermarkt gibt es Infostände und ein Angebot an Getränken und Speisen sowie ein Kinderprogramm./od