Frömmrich (Grüne) kritisiert Mobilfunkanbieter wegen Funklöcher im Landkreis

Aus der Lizenzvergabe geht auch eine Verpflichtung hervor

Korbach(pm). Wegen Schwächen im Mobilfunknetz ging die Bundesnetzagentur im September erstmals mit Bußgeldverfahren gegen Deutschlands Handynetzbetreiber wegen „schuldhafter nicht rechtzeitiger vollständiger Erfüllung der Versorgungsauflagen“ vor. 2024 wird entschieden, ob den Anbietern sogenannte „Zwangsgelder“ drohen. „In den urbanen Räumen lassen sich lukrative Gewinne erzielen, doch aus der Lizenzvergabe geht auch eine Verpflichtung hervor“, kritisiert der Landtags- und Kreistagsabgeordnete Jürgen Frömmrich. „Die Versorgung der Menschen im Landkreis Waldeck-Frankenberg mit digitaler Infrastruktur muss im Jahr 2023 einfach gewährleistet sein.“


Wie aus einer Anfrage der Landtagsabgeordneten Jürgen Frömmrich und Daniel May aus diesem Jahr hervorging, gibt es bei der Mobilfunkversorgung auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg noch rund 7% „weiße Flecken“, also Gebiete, die weder mit 4G noch mit 5G versorgt werden. Dies teilte die Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung mit. Die letzten „weißen Flecken“ müssten durch die Versorgungsauflagen bis Ende 2024 durch die Mobilfunknetzbetreiber geschlossen werden.


„Erfüllen die Mobilfunkanbieter dieses Ziel nicht, drohen weitere Klagen“, meint Frömmrich. „Das Land Hessen hat in den letzten Jahren gerade im ländlichen Raum Lücken in der Mobilfunkversorgung geschlossen. Nun sind die Mobilfunkanbieter gefragt, ihrer Verpflichtung nachzugehen, die aus dem Vergabeverfahren hervorging.“

Der EDR WhatApp Kanal

Leave a Comment

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.