15 Jahre Jugendburg Hessenstein: Gesellschafter verabschieden den „Gründungsvater“ Gerhard Brühl

Vöhl-Ederbringhausen(pm). Bei Ihrer diesjährigen Herbstversammlung verabschiedeten die drei Gesellschafter der Jugendburg Hessenstein gGmbH den „Gründungsvater“ und langjährigen Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg, Gerhard Brühl. „Die Jugendburg Hessenstein feiert in diesem Jahr ihr 15jähriges Bestehen. Als Mitinitiator hat Gerhard Brühl viel zum Gelingen des gemeinsamen Projekts beigetragen“, erklärte die Kreisbeigeordnete Hannelore Behle. Zusammen mit den bereits verstorbenen Betriebsgründern Hartmut Mai vom NABU Hessen und Otto Wilke vom Landkreis hatte Gerhard Brühl im Herbst 2007 dafür gesorgt, dass sich die drei Träger zusammenschlossen, um die vom Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) aufgegebene älteste Jugendherberge Hessen als gemeinnützige Einrichtung weiter zu betreiben. „Im Mai 2008 war es dann so weit: Nach einer umfangreichen Sanierung der Burganlage durch das Land Hessen konnten die ersten Gäste begrüßt werden“, erinnert sich die Betriebsleiterin Stefanie Huwald, die seitdem die täglichen Geschicke des Betriebs in den Händen hält. Heute sei die Jugendburg eine moderne Jugendherberge in einem alten Gemäuer, die Tradition und Zukunft ideal miteinander kombiniere. Für seine großen Verdienste um die Jugendburg wurde Gerhard Brühl bei der Verabschiedung mit einer persönlichen Gesellschafter-Burgtasse geehrt.

Die fortlaufende Modernisierung der Jugendburg durch das Land Hessen ist für die Jugendburg von großer Bedeutung. „Die Sanierung der Bäder vor sechs Jahren war ein wichtiger Meilenstein. Seitdem ist jedes Zimmer mit einem eigenen Bad ausgestattet“, erläuterte der Geschäftsführer Dr. Berthold Langenhorst. Mit dem Profil der Einrichtung, Natur, Handwerk, Mittelalter und Inklusion zu verbinden, habe sich die Jugendburg einen bedeutenden Platz im Herbergsbereich erarbeiten können. Dabei sei das starke Engagement der Mitarbeiter*innen, den Betrieb weiter nach vorne zu bringen, von großer Bedeutung. „Auch in schwierigen Zeiten wie in der Corona-Pandemie hat das Team der Jugendburg eng zusammengestanden“, so Langenhorst. Ohne die erhebliche Hilfe aller drei Gesellschafter wäre der Betrieb allerdings nicht so gut durch die Krisenzeit gekommen. Förderprojekte der letzten Jahre wie die vom Bundesfamilien-Ministerium unterstützten Freizeiten für Familien und Kinder „Corona-Auszeit für Familien“, „Das Aufholpaket“ und „Das Zukunftspaket“ hätten ebenfalls einiges zum Erfolg beigetragen. Mit etwa 17.500 Übernachtungen ist die Jugendburg im Jahr 2023 wieder so gut ausgelastet wie vor der Pandemie. Deshalb blicken die drei Gesellschafter optimistisch in die Zukunft.

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