Frankenberg erhält die Ehrenplakette des Europarates

Frankenberg(pm). Die Stadt Frankenberg (Eder) erhält die Ehrenplakette des Europarates für besonderes europäisches Engagement. Das teilt Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß jetzt passend zum Europatag am 9. Mai mit. Die Ehrenplakette wird Frankenberg von einem Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates in einer öffentlichen Zeremonie überreicht, voraussichtlich am 10. Juni. Die Planungen für die Feierlichkeiten sind entsprechend angelaufen.
„Das ist ein großer Erfolg für die Stadtgesellschaft“, lobt Heß das vielfältige Engagement an allen Orten. Die Ehrenplakette ist bereits die dritte Stufe der Auszeichnung für die Aktivitäten der Stadt. Sie wird jedes Jahr nur an acht bis zehn Kommunen vergeben. Das Europadiplom hat die Stadt bereits 1994 erhalten, die Ehrenfahne 1997. Die vierte und höchste Stufe, der Europapreis, wird seit 1955 jedes Jahr nur einmal verliehen.


Das vielschichtige Engagement der Stadtgesellschaft in Sachen europäischer Verständigung hat das Auswahlgremium überzeugt. Dazu zählen die Pflege der offiziellen Partnerschaftsbeziehungen zu fünf Städten, zahlreiche Schulaustausche, die Ukraine-Hilfen speziell aus dem letzten Jahr, internationale Begegnungen auf verschiedenen Ebenen und mehr. Zudem ist Frankenberg Mitglied des Landesverbands Hessen der Europa-Union, des Europanetzwerks Hessen, des Netzwerks Europa fängt in der Gemeinde an und eng verbunden mit dem Internationalen und Deutschen Europeade-Komitee. Der Europatag wird alljährlich am 9. Mai für Frieden und Einheit in Europa begangen. Der Tag geht auf die visionäre Rede des französischen Außenministers Robert Schumann am 9. Mai 1950 zurück. Mit dieser Rede brachte er damals die Europäische Einigung in Gang. „Daraus ist in der Folge die Europäische Union geworden, die inzwischen nicht mehr wegzudenken ist und den Bürgerinnen und Bürgern im Alltag zahlreiche Vorteile bringt”, erläutert Heß, selbst ehrenamtlich Kreisvorsitzender der Europa-Union Waldeck-Frankenberg und Präsident des Internationalen Europeade-Komitees.


„Zusammenhalt und Solidarität sind nicht nur das politische Gebot der Stunde, sondern uns allen dauerhafter Auftrag, damit wir in Waldeck-Frankenberg, in Deutschland und Europa auch in Zukunft gut und sicher zusammenleben können.” Europäische Förderprogramme unterstützen berufsbildende und kulturelle Projekte in den Städten und Gemeinden, Auslandsaufenthalte von jungen Menschen sowie Städtepartnerschaften und Schulaustausche. „Auch bei uns in Frankenberg bzw. im ganzen Landkreis sind viele Projekte mithilfe von EU-Fördergeldern realisiert worden”, betont Heß.

Über den Europapreis

Der Europapreis wurde 1955 von der Parlamentarischen Versammlung des Europarats in Straßburg ins Leben gerufen. Er zeichnet Städte und Gemeinden aus, die sich um die Förderung der europäischen Idee besonders verdient gemacht haben. Um den Europapreis zu erhalten, müssen Städte ein vierstufiges System durchlaufen und sich zunächst um das Europäische Diplom, die Ehrenfahne und die Ehrenplakette bewerben und diese verliehen bekommen.

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