Zusatzqualifikation für Ausbilderinnen und Ausbilder zu Ausbildung von jungen Menschen mit Behinderung

Korbach(pm). Der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) erließ 2013 das Rahmencurriculum für eine „Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation für Ausbilderinnen und Ausbilder”, kurz ReZA. Das Curriculum ist eine Empfehlung an Betriebe, auch behinderten Menschen eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu bieten. Seit 2015 ist diese Zusatzqualifikation Pflicht, wenn in Fachpraktiker-Ausbildungen nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO) ausgebildet werden soll. Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation für Ausbilderinnen und Ausbilder (ReZA) kann durch eine Weiterbildung in insgesamt acht relevanten Kompetenzfeldern erreicht werden. Ziel ist, es die beruflichen Handlungskompetenzen in der Ausbildung von Menschen mit Behinderung zu stärken und die Ausbildung für Menschen mit Behinderung zu professionalisieren.

12 Ausbilderinnen und Ausbilder beteiligten sich an der ReZA-Ausbildung in den vergangenen Monaten beim Berufsförderungswerk des Handwerks gGmbH der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg erfolgreich. Weitere Ausbildungen folgen in den kommenden Monaten. „Das war ein hartes Stück Arbeit, neben den eigentlichen Aufgaben, Freiraum zu schaffen, um die erforderlichen 320 Unterrichtsstunden zu durchlaufen“, bedankt sich Maria Djambazov voller Stolz bei ihren Kolleginnen und Kollegen. Anlässlich einer Feierstunde zur Übergabe der Zertifikate wurde Melanie Gross, die geschäftsführende Gesellschafterin der Online-Akademie bb-chance, online zugeschaltet: „Danke für das Engagement und den tollen Job, den Sie geleistet haben. Sie richten einen riesigen Dienst an die Teilhabe junger Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen aus. Sie haben sich ein Zertifikat auf höchstem Standard erarbeitet, das vom Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) begutachtet und in ganz Deutschland anerkannt ist.“


Das Online-Seminar wird seit 2013 für Unternehmen und seit 2019 auch für Privatpersonen angeboten. Die Zielgruppe sind Unternehmen, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (vorrangig Menschen, die in Fachpraktiker-Ausbildungen nach dem BBiG oder der HwO ausbilden) schulen lassen möchten und Privatpersonen, die vorrangig in Fachpraktiker-Ausbildungen nach dem BBiG oder der HwO ausbilden und sich weiterbilden möchten. „Wir sehen ganz klar einen Gewinn darin, den Arbeitgeber in seiner Attraktivität zu stärken, wenn sie Menschen mit Behinderungen als Fachkräfte beschäftigen und unterstützen. Soziales Engagement ist nicht nur an sich gut, es zeigt auch, die Vielfalt im Unternehmen zahlt sich aus und bereichert die Arbeit im Team. Menschen mit Behinderung sind häufig auf Unterstützung angewiesen. Von daher sind sie gewöhnt und in der Lage, im Team zu arbeiten. Es lohnt sich, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. Sie sind nicht nur wertvolle Fachkräfte, sondern auch besonders loyale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Maria Djambazov.

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