Anne Bülling ist neue Personalchefin im Stadtkrankenhaus Korbach

Korbach(pm). Anne Bülling heißt die neue Personalleiterin für die 888 Mitarbeiter im Korbacher Krankenhaus. Die 55-jährige Volljuristin startete ihre berufliche Laufbahn als Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Arbeits-, Vertrags- und Strafrecht. Seit 2002 ist sie in leitenden Positionen im Gesundheitswesen tätig. Darunter jeweils mehrere Jahre als Leiterin Personal und Recht im St. Johannisstift Paderborn, stellv. Personalleiterin in der Gesundheit Nordhessen Holding AG und Leiterin Personal und Mitglied des Direktoriums des Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn. Zuletzt war sie seit 2018 Geschäftsführerin im Krankenhaus Bad Arolsen. „Mein erster Eindruck ist, dass eine familiäre Atmosphäre und teamorientiertes Handeln das Stadtkrankenhaus und die Personalabteilung prägen“, so Anne Bülling. „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben und Herausforderungen und darauf, die Zukunft der Klinik, des Medizinischen Versorgungszentrums sowie des Altenheims aktiv mitzugestalten.“ Die Personalchefin und Prokuristin folgt in der Funktion Marlies Reinhardt, die sich nach 32 Jahren im Unternehmen in den Vorruhestand verabschiedet hat.

Die Korbacher Klinik ist mit fast 900 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber der Region. Jährlich werden im Stadtkrankenhaus mehr als 25.000 ambulante und stationäre Patienten versorgt. Für Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Friedrich kommt der Personalchefin im Stadtkrankenhaus eine herausragende Bedeutung zu: „Vor dem Hintergrund des sich bundesweit immer weiter verschärfenden Fachkräftemangels im Gesundheitswesen werden neue Ansätze der Personalstrategie über alle Berufsgruppen hinweg ein wichtiges Thema sein. Es freut mich sehr, dass wir mit Anne Bülling eine kompetente Managerin für unser Krankenhaus gewinnen konnten.“ Auch Klinik-Chef Sassan Pur ist sich der tragenden Rolle seiner neuen Prokuristin bewusst. „Egal ob die durch die Bundesregierung umzusetzenden starren Pflegepersonaluntergrenzen, die hohen Corona- bzw. krankheitsbedingten Personalausfälle, eklatant gestiegene Energie- und Sachkostenpreise oder weitere anstehende Reformen: auf die Krankenhäuser kommen in nächster Zeit viele Herausforderungen zu“, so Pur. Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft sei das deutsche Krankenhaussystem nach Corona und Jahren des politischen Laufenlassens selbst ein Fall für die Notaufnahme. Der überwiegende Anteil deutscher Krankenhäuser rechnet im Wirtschaftsjahr 2022 mit “zum Teil tiefroten Zahlen”, Insolvenzen drohen. Der ökonomische Druck sei gewaltig und auch im gerade erst begonnen 2023 würden die Kosten der Häuser doppelt so schnell steigen wie die staatlich festgelegten Preise.

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