Landeselternvertretung für Eltern von Kindern in Kitas und Tagespflege soll demokratisch legitimiert werden

Wiesbaden(pm). Im kommenden Septemberplenum des Hessischen Landtags wird die schwarz-grüne Koalition ein neues Gesetz einbringen, welches Kitaeltern mit einer Landeselternvertretung eine demokratisch legitimierte Stimme auf Landesebene, durch die Wahl einer Landeselternvertretung verleiht. Mit der Landeselternvertretung werden Eltern mit Kindern in der Kita und auch in der Tagespflege unterstützt, sich zu vernetzen, Erfahrungen untereinander auszutauschen, aber vor allen Dingen bei allen wichtigen Entscheidungen die Kinderbetreuung bestreffend angehört zu werden sowie in entsprechenden Gremien mitsprechen zu können. Zudem erhält der Gesetzesentwurf den gesetzlichen Rahmen, damit auch auf Gemeinde- und der Ebene der 33 Jugendhilfeträger in Hessen, Elternvertretungen gewählt werden können.

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Bereits seit Januar 2018 hat die Servicestelle der Kitaeltern Hessen eine wichtige Vorarbeit geleistet. Seit ihrem Bestehen wird die „Servicestelle Kitaeltern Hessen“ zur Unterstützung der Elternbeteiligung durch das Land Hessen gefördert und ist ein wichtiger Gesprächspartner für die Landesregierung und die Fraktionen in allen Fragen der Kinderbetreuung, gerade auch in der Coronazeit, geworden. Die Servicestelle koordiniert zudem die Netzwerkarbeit zwischen Eltern und Ministerium. Sie bietet Informationen für die Eltern von Kitakindern in Hessen und unterstützt die Kitaelternbeiräte und die kommunalen Elternvertretungen. Und genau diese wichtige Arbeit soll nun in einer gesetzlich verankerten, demokratischen Kita-Landeselternvertretung legitimiert werden. Sie wird von dem für die öffentliche Jugendhilfe zuständigen Ministerium über wesentliche Angelegenheiten, die die Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern in der Kindertagesbetreuung im Land betreffen, informiert und angehört.

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„Unser Ziel ist es, mittels eines schlanken Verfahrens, bereits ab dem kommenden Jahr, eine Landeselternvertretung in Hessen zu etablieren. Die Eltern in den Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege werden Delegierte wählen, die dann in einer Landeselternversammlung die Landeselternvertretung wählen. Darüber hinaus wird im Gesetz ein Rahmen geschaffen, um den Aufbau solcher Vertretungsstrukturen auch auf der Gemeinde- und der Ebene der Jugendhilfeträger zu ermöglichen. Auch hier wünschen wir uns, dass die Eltern aller Kitaträger sowie die Eltern, deren Kinder in der Tagespflege betreut werden, eingebunden werden,“ so die CDU-Sprecherin für frühkindliche Bildung, Claudia Ravensburg. Kathrin Anders, Sprecherin für frühkindliche Bildung der GRÜNEN Landtagsfraktion, bekräftigt dies und sagt: „Wir brauchen eine Landeselternvertretung für Eltern von Kita-Eltern, da sie die Expertinnen und Experten in den Belangen ihrer Kinder sind. Partizipation von Eltern ist unabdingbar, wenn Bildung und Erziehung gemeinsam mit Institutionen gelingen soll. Ausreichend qualitativ hochwertige Betreuungseinrichtungen sind zu dem aber auch für das Gelingen von Berufstätigkeit und Familienarbeit Voraussetzung. Die Einbeziehung auf Landesebene ist deswegen von großer Bedeutung.“

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Gerade die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig es für Eltern mit Kindern in der Kita oder auch Tagespflege ist, ein gemeinsames Sprachrohr zu haben. Aber auch für CDU und GRÜNE als regierende Fraktionen ist ein zentraler Ansprechpartner für die Belange von Eltern mit Kindern in Betreuungsverhältnissen wichtig. Von daher freut sich die schwarz-grüne Regierung, dass mit dem Fraktionsgesetz die wichtige Grundlage für eine hessenweite Landeskitaelternvertretung geschaffen werden soll. Über eine entsprechende Verordnung werden die Einzelheiten geregelt.

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