Leserbrief zu “Keine Toleranz für Antidemokraten in der politischen Jugendbildung”

Ich muss schon sagen: Ich finde es erschreckend und bezeichnend, wie die Jungen Liberalen sich auf eine solche harmlose Äußerung stürzen. „Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie längst verboten“ – Die Aussage dieses Zitats ist doch keine andere, als dass der Effekt davon, alle 4 Jahre sein Kreuz zu setzen, bedeutend gering ausfällt. Ist da nicht eher der Wunsch nach mehr demokratischer Mitbestimmung rauszuhören? Wie kann man jemanden mit einem solchen Wunsch als Antidemokraten bezeichnen?
Mindestens genauso lächerlich wirkt auf mich der gezeigte Screenshot und der Schluss, man solle Luca Wehner aus seiner Position entfernen. Die Neutralität wurde schließlich von ihm während seiner Arbeit gewahrt – die Aussage, “Die Einzigen die deine Interessen konsequent vertreten, sind DKP und SDAJ.” wird von der Meinungsfreiheit gedeckt und ist in einem persönlichen Rahmen getätigt worden. Schaut man sich darüber hinaus die inhaltlichen Positionen beider Organisationen an, wird deutlich: Beide fordern konsequent mehr demokratische Mitbestimmung und positionieren sich gegen Demokratieabbau. Mir scheint es eher so, als wolle man hier mit fadenscheinigen Argumenten einem unliebsamen politischen Gegner schaden wollen. Da frage ich mich, wer hier die wahren Antidemokraten sind – Erinnerungen an die Berufsverbote vor ca 50 Jahren in der BRD werden wach.
Ich erkläre mich solidarisch mit Luca Wehner und verurteile dieses entlarvende Vorgehen der sogenannten „Jungen Liberalen“.

Leon Gödeke

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