Sommertour: Das Kloster Flechtdorf

Flechtdorf(pm). Die heimische Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer hat ihre diesjährige Sommertour unter dem Motto „Kirchen & Klöster in Waldeck-Frankenberg“ durchgeführt. Daniela Sommer besuchte mit ihren Sommertourgäste das Kloster in Flechtdorf. Helmut Walter, der ehemalige Vorsitzende des vom Fördervereins Kloster Flechtdorf e.V. erläuterte die Historie des Klosters und die Entstehung des Vereins. Die heimischen Landtagsabgeordnete sagt: „Ich freue mich, dass wir das Kloster und die Klosterkirche besichtigen konnten. Der Förderverein ist sehr aktiv, um das Kloster zu erhalten und mit Leben zu füllen. Das gebührt unseren Dank und unsere Anerkennung.“ 1101 verlegte Graf Erpo von Padberg das Kloster in seine Herrschaft von Boke nach Flechtdorf. In 1120 fällt nach dem Tod Erpos und seiner Verwandten die Herrschaft Padberg mit der Abtei Flechtdorf durch Verkauf hoheitsrechtlich an die Erzbischöfe von Köln. Die geistliche Aufsicht hat der Bischof von Paderborn. Erst in 1120 – 1250 wurde die Klosterkirche im gotischen Baustil in mehreren Bauabschnitten errichtet. Nach verschiedenen Verordnungen, mehreren Päpsten und Äbten fällt das Kloster Flechtdorf 1413 hoheitsrechtlich nach einer Niederlage der Padberg gegen die Korbacher Bürger an die Grafschaft Waldeck.

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Der Mönchskonvent beginnt sich ab 1535 aufzulösen. Um 1550 leben noch drei Mönche im Kloster. Mit dem Tod des letzten Mönchs, Hubert Figge, in 1598 endet das Klosterleben in Flechtdorf. Die Grafen von Waldeck ziehen das Vermögen des Klosters ein. Das Klostergut wird als Domäne bewirtschaftet. Im Klostergebäude finden Alte und Arme Aufnahme. In Brand in 1639 verursacht großen Schaden und 1669 erfolgt ein teilweiser Wiederaufbau. Das Kloster wird zum Landeshospital und pflegt arme Leute. 1783 lässt Fürst Friedrich von Waldeck zudem im sog. Herrenhaus eine Einrichtung für arme Wöchnerinnen und geistig Behinderte eröffnen. Die „milden Stiftungen“ Waldecks, unter ihnen auch das Flechtdorfer Landeshospital, werden in 1969 zusammengelegt in der „Waldeckischen Landesstiftung“. Verwalter der Stiftung ist der jeweilige Landrat des Landkreises. Die landwirtschaftlich genutzten Gebäude des Landeshospitals wurden an einen Landwirt verkauft. Die Klosterkirche blieb jedoch weiterhin im Besitz der Landesstiftung und wird von der evangelischen Gemeinde in Flechtdorf für ihre Gottesdienste genutzt. In 2006 gründete sich der Förderverein Kloster Flechtdorf e.V. Breits 2007 ersteigerte der Förderverein Kloster Flechtdorf e.V. das Gebäude und Grundstücke des ehemaligen Klosters. Seither wurden etliche ehrenamtliche Stunden, viele Gelder und viel Leidenschaft in das Kloster und seinen Erhalt gesteckt. Das Kloster wurde für Besucher zugänglich gemacht, so sind neben Führungen Konzerte, Veranstaltungen, Feste sowie Trauungen im Kloster möglich. Der Klosterverein freut sich über Spenden, die helfen, das Kloster weiterhin zu restaurieren und instand zu halten (Sparkasse Waldeck-Frankenberg IBAN: DE44 5235 0005 0000 1033 66, Waldecker Bank eG IBAN: DE03 5236 0059 0003 9348 45). Die Sommertourgäste zeigten sich begeistert. Dr. Daniela Sommer bedankte sich bei Hannelore Behle von der SPD Diemelsee für die Unterstützung in der Organisation und die Begleitung und Herr Walter für die vielen Informationen und die Führung durch die Klostergebäude.

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