Landkreis unterstützt Grundschulen bei nachhaltiger Bildung

Korbach(pm). Zukunftsfähig denken und handeln: Das ist Ziel der bundesweiten Initiative „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ – auch in Waldeck-Frankenberg. Der Landkreis unterstützt Schulen im Kreisgebiet aktiv bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie
und gibt ihnen dafür konkrete Maßnahmen an die Hand, die den Lehrkräften jetzt in einer Online-Veranstaltung vorgestellt wurden.
Nachhaltigkeit spielt in nahezu allen Lebensbereichen eine zentrale Rolle. „Bildung in diesem Bereich ist so entscheidend, da sie es – insbesondere unseren Kindern und Jugendlichen – ermöglicht, die Auswirkungen ihres Handelns zu verstehen – und sie befähigt, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen“, sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat im Rahmen des digitalen Meetings, an dem neben zahlreichen Pädagogen, die online zugeschaltet waren, auch Vertretende aus den politischen Reihen des Kreisausschusses und Kreistags teilnahmen.

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Der Fachdienst Schulen des Landkreises hat dafür konkrete Konzepte entwickelt, durch die er mit weiteren Kooperationspartnern die nachhaltige Bildung unterstützt: Für Grundschulen bietet er ab Sommer das BNE Diplom – „Clever macht Zukunft“ an, deren inhaltliche und organisatorische Koordination er komplett übernimmt. Die Schülerinnen und Schüler können einen Grundkurs mit vier oder einen
Erweiterungskurs mit sechs Themenmodulen belegen – ob Klima, Umwelt, Landwirtschaft, Natur, Tierschutz, Ernährung, Energiegewinnung, Sport, Kinderrechte, Integration und vieles anderes mehr. Deren Inhalte orientieren sich am Lehrplan des Hessischen Kultusministeriums, den Grundsätzen des hessischen Bildungs- und Erziehungsplans und an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Alle Themen werden im Unterricht vor- und nachbereitet, der praktische Unterricht findet überwiegend an außerschulischen Lernorten statt. Der Umsetzungszeitraum ist für teilnehmende Schulklassen frei wählbar. Am Ende erhalten die Kinder ein Teilnahme-Diplom.

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Die Bildungsangebote werden unterstützt von den Fachdiensten Landwirtschaft, Sport- und Jugendarbeit und Soziale Angelegenheiten innerhalb der Kreisverwaltung sowie dem Netzwerk für Toleranz, dem Geopark GrenzWelten oder der Fachstelle Migration und Integration des Landkreises sowie vom NABU, dem Nationalpark und den Naturparks, der Burg Hessenstein und von vielen weiteren Vereinen und Verbänden aus Waldeck-Frankenberg. Auch das Land Hessen ist mit im Boot – insbesondere bei der Konzeption und Durchführung von pädagogischen Tagen, BNE-Fachtagen und kostenlosen Klimafortbildungen. Neben dem BNE-Diplom bietet der Landkreis Grundschulen zudem an, sich als BNESchule zertifizieren zu lassen: Ziel ist es, nachhaltige Aktivitäten zu würdigen, die langfristig in den Unterricht, den Schulalltag und die -organisation einfließen. Um sich zu zertifizieren, erarbeiten die Schulen – neben der Teilnahme am BNE-Diplom – zwei langfristige Vorhaben.

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Der Anbau eines Obst- und Gemüsegartens, um nachhaltige Lebensmittel zu produzieren, ist nur ein Beispiel. Nach einem Umsetzungszeitraum von ein bis zwei Jahren, erhalten sie die Auszeichnung als BNE-Schule. In der Online-Veranstaltung wurden den Teilnehmenden aber auch weitere Informationen an die Hand gegeben – durch Vorträge der BNE-Landeskoordinatorin Tina Schauer, Eva-Maria Kohlmann von der Universität Kassel, Dr. Berthold Langenhorst vom NABU Waldeck-Frankenberg, Franz Harbecke vom Weltladen Korbach, BNEKoordinator Raphael Leibfacher – und durch Wortbeiträge der Abgeordneten Armin Schwarz, Dr. Daniela Sommer und Daniel May. „Mit den Programmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung möchte der Landkreis aktiv dazu beitragen, dass Schule ein Lernort für soziale Gerechtigkeit ist und bleibt“, betonen die Leiterin des Fachdienstes Schulen und Bildung Claudia Knublauch und Raphael Leibfacher. Zusätzlich zu den Bildungskonzepten, die der Landkreis anbietet, unterstützt er die Schulen daher auch finanziell. „Mit diesem Engagement kann der Landkreis ein kleines Stück dazu beigetragen, eine friedliche und nachhaltige Gesellschaft zu gestalten.“

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