Gegen soziale Vereinsamung

Digitalministerin Kristina Sinemus übergibt Tablets an DRK Seniorenzentrum Sachsenhausen

Sachsenhausen(pm). Die noch immer andauernde Corona-Pandemie und der Lockdown, der von Mitte März an über viele Wochen hinweg alle sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränkt hat, haben deutlich gemacht, dass dem Ausbau der digitalen Infrastruktur höchste Priorität zukommen muss – insbesondere im ländlichen Raum. Sei es, um die Schulen für den Online-Unterricht fitzumachen, sei es zur Pflege beruflicher und geschäftlicher Kontakte oder sei es, um Menschen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Seniorenheimen die Kommunikation mit Angehörigen und Freunden zu ermöglichen.

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Besonders unter den Folgen des Lockdowns haben auch ältere Menschen in Pflege- und Seniorenheimen gelitten, die zum Teil über Wochen hinweg keinen Besuch empfangen durften. Hier setzt ein Programm der hessischen Landesregierung an, das älteren Menschen oder Personen mit Handicap eine Brücke aus der sozialen Isolation bauen will. Das Digital- sowie Sozialministerium stellen daher in einer gemeinsamen Aktion landesweit 10.000 Tablets für Senioren- und Pflegeeinrichtungen zur Verfügung, die es älteren und beeinträchtigten Menschen ermöglichen sollen, auch in Phasen des persönlichen Kontaktverbotes mit ihren Angehörigen in Verbindung zu bleiben.

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Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus machte auf ihrer Sommertour, die unter dem Motto „Nutzen der Digitalisierung“ steht, dafür Station in Waldeck-Sachsenhausen, um im dortigen DRK Seniorenzentrum symbolisch neun der insgesamt 10.000 Tablets für Senioreneinrichtungen in Hessen zu übergeben. Davon hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg rund 380 Stück erhalten. Begrüßt wurde sie dort vom Ersten Kreisbeigeordneten und Gesundheitsdezernenten des Landkreises Karl-Friedrich Frese und dem DRK Kreisgeschäftsführer Christian Peter. Bei der Übergabe der Tablets betonte die Ministerin, dass die aktuelle Krise deutlich gemacht habe, wie wichtig die digitale Infrastruktur für das Funktionieren wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Prozesse geworden sei. „In den letzten Monaten hatten viele von uns mit dem Gefühl der Einsamkeit zu kämpfen. Sicherlich haben auch einige Senioren hier in Waldeck-Sachsenhausen sehr darunter gelitten, dass sie keinen Besuch von Angehörigen erhalten konnten“, sagt die Ministerin. „Die Hessische Landesregierung möchte mit den überreichten Tablets aktiv helfen. Digitalisierung muss den Menschen dienen“ so Sinemus weiter.

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Karl Friedrich Frese hob die besondere Bedeutung der Digitalisierung für den ländlichen Raum hervor. „In einer dünn besiedelten Region wie Waldeck-Frankenberg ist der Ausbau insbesondere der Breitbandnetze gleichbedeutend mit dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur“. Beide Bereiche seien Lebensadern für die Regionen außerhalb der Ballungszentren. Christian Peter, der Geschäftsführer des DRK Kreisverband Frankenberg e.V., der die Einrichtung in Sachsenhausen betreibt, freut sich darüber, dass das Seniorenzentrum die Tablets aus dem Landesprogramm entgegennehmen durfte. 37 weitere Einrichtungen im gesamten Landkreis wurden ebenfalls mit den digitalen Geräten ausgestattet. „Wir haben in den vergangenen Wochen gesehen, wie sehr unsere Bewohnerinnen und Bewohner unter der Trennung von ihren Familien und dem Gefühl zunehmender Isolierung gelitten haben, deshalb freuen wir uns, dass sie nun die Gelegenheit zur digitalen Kommunikation bekommen“.

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