Fledermäuse auf Jugendburg Hessenstein

Kreisbeigeordnete Hannelore Behle öffnet Herbergsbetrieb nach Lockdown

Vöhl-Ederbringhausen(Berthold Langenhorst). Mit einem öffentlichen Fledermaus-Erlebnisabend für Familien nahm die Jugendburg Hessenstein am 19. Juni wieder ihren Herbergsbetrieb auf. „Nach über drei
Monaten Corona-Lockdown wird es Zeit, dass wieder Leben in die alten Mauer einzieht“, erklärte Kreisbeigeordnete Hannelore Behle zu Beginn des Abendprogramms, das von NABU und NAJU Frankenberg gestaltet wurde. Über fünfzig junge und junggebliebene Fledermaus- Fans waren auf die Burg gekommen, um mehr über die faszinierenden Fledertiere zu erfahren.

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Zu den Höhepunkten des Programms gehörten der Fledermaus-Lehrpfad, ein Fledermaus-Vortrag, das Bauen von Fledermauskästen und das Erleben der Fledermäuse, die in der Abenddämmerung rund um die Burgmauern auf Beutejagd gehen. „Unter den Dachschindeln des Gemäuers ziehen Zwergfledermäuse im Sommer ihre Jungen groß“, erläuterte Frank
Seumer, Vorsitzender des NABU Frankenberg. „Wir haben die Wiedereröffnung der Burgherberge bewusst mit einem Fledermausabend für
Familien verknüpft“, erklärte Dr. Berthold Langenhorst, Geschäftsführer der Jugendburg.

NABU-Vorsitzender von Frankenberg, Frank Seumer, beim Fledermausvortrag. Foto: Berthold Langenhorst
Kreisbeigeordnete Hannelore Behle mit Burgteam, NAJU Frankenberg und Teilnehmer. Foto: Berthold Langenhorst
Fledermauskastenbau mit der NAJU Frankenberg vor dem Burgtor.Foto: Berthold Langenhorst

Mit den Bildungsschwerpunkten Natur, Handwerk und Mittelalter möchte das Burgteam Familien und Gruppen dafür gewinnen, ihre Sommerferien auf der mitten in der Natur gelegenen ältesten Jugendherberge Hessens zu verbringen. Da jedes Zimmer über ein eigenes Bad verfügt, kann den Gästen ein hoher Hygienestandard geboten werden. „Schon in der nächsten Woche
können wir die ersten Gäste begrüßen“, freute sich Langenhorst.

Anlässlich der Wiedereröffnung überreichte Kreisbeigeordnete Hannelore Behle dem Team der Jugendburg ein Schild der „Aktion gegen Rassismus“, die sich im Rahmen des Netzwerks für Toleranz Waldeck-Frankenberg für eine solidarische und friedliche Gesellschaft einsetzt. „Mit unserer Beteiligung an der Aktion möchten wir zeigen, dass auf der Jugendburg alle Menschen
willkommen sind. Da spielt auch die Hautfarbe keine Rolle“, erläuterte Langenhorst. Der Inklusionsgedanke hat auf dem Hessenstein einen großen Stellenwert. So wurde etwa der Fledermaus-Lehrpfad an der Burg gemeinsam mit in der NAJU Frankenberg aktiven Geflüchteten und Bundesfreiwilligen aus Chile errichtet. Die Burg ist zudem behindertengerecht ausgebaut, um auch Blinden und Sehbehinderten, Hörgeschädigten, Rollstuhlfahrern und
Menschen mit kognitiven Einschränkungen einen möglichst eigenständigen Aufenthalt in der Jugendherberge zu ermöglichen.

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