Geburtshilfe floriert auch in 2020 im Kreiskrankenhaus Frankenberg

Frankenberg(pm). Das Kreiskrankenhaus Frankenberg wird seit der Schließung der Geburtshilfen in Biedenkopf und Wehrda zum Anziehungspunkt für werdende Eltern aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, zudem fahren viele aus dem Hochsauerlandkreis oder sogar dem Kreis Siegen-Wittgenstein nach Frankenberg. Jede 5. Schwangere, die hier entbindet stammt aus einem dieser Einzugsgebiete. Im Jahr 2019 wurden in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe unter der Leitung von Chefarzt Dr. Volker Aßmann genau 540 Kinder geboren und damit fast 100 mehr, als im Jahr zuvor.

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Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. “In diesem Jahr peilen wir 600 Geburten an”, so Dr. Aßmann. Die erste Statistik gibt ihm Recht: schon 64 Babys erblickten im Januar hier das Licht der Welt und damit durchschnittlich 2 pro Tag. Das Team der Geburtshilfe ist dafür gut gerüstet. Die 2018 nach neuesten Standards renovierten Kreißsäle bieten eine freundliche und vertrauensvolle Atmosphäre bei modernster medizinischer Ausstattung. Drei Millionen Euro sind in die Sanierung der Kreißsäle, der Station und gynäkologische Ambulanz investiert worden. So kommt das Bekenntnis des Landkreises Waldeck-Frankenberg – als Träger des Kreiskrankenhauses – zum Standort und zur Stärkung der Geburtshilfe den werdenden Eltern zugute und das weit über die Grenzen des Landkreises hinaus.

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Der Ausstattung ist jedoch nur ein Teil der Beliebtheit der Frankenberger Geburtshilfe zuzuschreiben. Leitende Oberärztin Gabriele Schalk erklärt: „Wichtiger ist die individuelle Betreuung der Gebärenden und Wöchnerinnen, die von erfahrenen Hebammen, Gynäkologen, Kinderärzten, Anästhesisten und Kinderkrankenschwestern begleitet und unterstützt werden.“ Werdende Eltern entscheiden heutzutage nicht mehr primär nach der Entfernung der Klinik zum eigenen Wohnort, wenn sie sich über Geburtsstationen informieren. Empfehlungen und Erfahrungsberichte anderer frischgebackener Eltern rücken in Zeiten von Social Media in den Vordergrund. Und so spricht sich die hervorragende Betreuung in Frankenberg wohl herum. „Die werdenden Eltern haben bei uns außerdem die Möglichkeit, uns und unsere Abteilung persönlich kennenzulernen. Bei den regelmäßig am ersten Donnerstag im Monat stattfinden Kreißsaalführungen können sie sich unverbindlich informieren. Ist die Entscheidung gefallen, bieten wir den Eltern eine individuelle „Vorstellung zur Geburt“ an.“, berichtet Oberarzt Dr. Martin Imöhl. Hier findet neben einer körperlichen Untersuchung auch ein Beratungsgespräch statt, um Wünsche und Vorstellungen zur Geburt zu besprechen. „Natürlich ist eine Geburt nur

bedingt planbar, aber alles was im Vorhinein erklärt und entschieden ist, muss nicht unter der Aufregung und Wehentätigkeit bei der Geburt direkt besprochen werden. So können wir unser breites Angebot an Hilfen zur Schmerzlinderung und mögliche Geburtspositionen bis hin zur Wassergeburt besprechen. Unser Anästhesist Dr. Hannes Gabriel bietet zusätzlich eine Anästhesiesprechstunde speziell für Schwangere an, wenn eine PDA* in Erwägung gezogen wird.“, erklärt Dr. Aßmann das umfassende Konzept der Klinik.

*PDA: Periduralanästhesie ist eine Form der (rückenmarksnahen) Regionalanästhesie. Sie bewirkt die zeitweilige, umkehrbare Funktionshemmung ausgewählter Nervensegmente, führt dabei zu Sympathikolyse, Empfindungslosigkeit, Schmerzfreiheit und Hemmung der aktiven Beweglichkeit im zugehörigen Körperabschnitt und ermöglicht neben schmerzarmen Entbindungen auch die Durchführung ansonsten schmerzhafter medizinischer Prozeduren oder eine Schmerzbehandlung bei bestimmten Ursachen.(Anmerkung der Redaktion)

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