Auseinandersetzung mit der Vergangenheit bestimmt unsere Zukunft

Staatsministerin Kristina Sinemus übernimmt Schirmherrschaft für digitales Bürgerwissenschaftsprojekt gegen das Vergessen

Bad Arolsen(pm). Sich digital mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen, um zukunftsgerichtet bewusst und reflektiert zu handeln – das ist das Ziel eines geplanten Bürgerwissenschaftsprojekts der Arolsen Archives. Hessens Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, Prof. Dr. Kristina Sinemus, hat deshalb die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernommen. Ziel des Projektes gegen das Vergessen ist es, die Namen von Häftlingen und Deportierten, etwa auf KZ-Transportlisten, zu erfassen und sie damit online auffindbar zu machen. „Das Projekt gibt Schülerinnen und Schülern und Interessierten die Möglichkeit, sich digital mit der Vergangenheit und dem Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. So geht digitale Geschichtsbildung“, betonte Sinemus am Donnerstag in Bad Arolsen. Dort informierte sie sich im Rahmen ihrer Sommertour über die Arbeit der weltweit agierenden Arolsen Archives.

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Das Projekt mache Geschichte greifbar und biete Anlass zur Reflektion: über die Vergangenheit und die Zukunft, so Sinemus. „In einer Zeit in der rassistische Parolen Hochkonjunktur haben und die Zahl der Hassverbrechen steigt, ist es wichtiger denn je, das Wissen über den Holocaust in der heutigen Gesellschaft präsent zu halten. Dieses Projekt kann einen wichtigen Beitrag zur geschichtlichen Bildung der Schülerinnen und Schüler leisten“, betonte Sinemus. In Partnerschaft mit der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem haben die Arolsen Archives mehr als 13 Millionen Dokumente mit über 3 Millionen Namen von Opfern und Verfolgten online gestellt. Die Datenbank enthält eine umfassende Sammlung von Dokumenten aus Konzentrationslagern, darunter Häftlingskarten und Todesmeldungen. „Das ist ein historischer Schatz von unfassbarem Wert, der Menschen in der ganzen Welt die Geschichte durch die digitale Verfügbarkeit näherbringen kann“, unterstrich die Ministerin.

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