Street Style bis Couture in Frankenberg: große Modenschau am 18. Mai

Frankenberg(pm). So ist Tracht noch nie inszeniert worden: Am 18. Mai 2019 wird Frankenberg (Eder) zum Mode-Mekka, das 10-türmige Historische Fachwerk-Rathaus zum Catwalk: In zwei Shows (16.30 Uhr und 20.30 Uhr) präsentieren Models aus der Region zeitgenössische Mode von Designerinnen und Designern der Hochschule Hannover – von Street Style bis Couture. Die Modenschau ist der vorläufige Höhepunkt eines von der Stadt Frankenberg (Eder) initiierten Projekts mit der Hochschule. Inspiriert wurden die Studierenden dabei über zwei Semester von den Schwälmer, Edertaler und Marburger Trachten.

„Wir wollen mit dem Projekt nicht die Tracht neu erfinden, oder gar die existierenden Trachten verdrängen – im Gegenteil. Es geht darum, die regionale Tracht zum Thema zu machen“, stellte Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß im Vorfeld klar. Der Clash der Kulturen, die Leidenschaft für traditionelles Handwerk und die Kritik an Kleidernormen wird bei der TRACHT-WERK Schau modisch und humorvoll umgesetzt. Der Laufsteg wird mitten durch die Schirn des Historischen Rathauses führen, durch das nördliche Tor hinaus direkt auf den Marktplatz. Zu sehen gibt es dabei die circa 100 besten Outfits für Frauen und Männer – klassisch, sportlich, avantgardistisch, alltagstauglich, jung, modern.

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„Da werden auch Kreationen dabei sein, die die Leute abstoßen oder zum Lachen bringen“, verspricht Prof. Martina Glomb eine spannende Auswahl. Glomb ist seit 2005 Professorin für experimentelle Mode in Hannover und Mitinitiatorin des Projektes. Sie selbst hat unter anderem über zehn Jahre als Designerin für Vivienne Westwood gearbeitet. Als international tätige Modedesignerin und Organisatorin unter anderem des Modepreises Hannover bringt sie ihre jahrzehntelange Erfahrung in Frankenberg mit ein. Einerseits geht es im Projekt für die Studierenden darum, aus den traditionellen Trachten, Mustern, Materialien und regional hergestellten Stoffen einzelne Elemente herauszulösen und daraus neue Mode zu kreieren. Andererseits geht es darum, vor Ort durch das Einbeziehen traditioneller wie auch neuer Stoffe wie Denim, historischer Drucktechniken wie dem Blaudruck, traditioneller Muster und Borten eine neue Wertschätzung von Tradition, lokaler Identität und auch lokaler Produktion zu erreichen. Besonders im Fokus steht aktuell ein eigens für das Projekt in der historischen Weberei Egelkraut in Schwalmstadt gewebter Stoff.

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Karten für die TRACHT-WERK Schau sind zum Preis von 15 € (9 €) ab Ende April bei der Frankenberger Buchhandlung Jacobi erhältlich (06451 230514), Reservierungen sind auch unter trachtwerk@hs-hannover.de möglich. Für die Modenschau wird im Vorfeld ein öffentliches Casting veranstaltet. Gesucht werden hierzu Männer und Frauen jeden Alters, die Lust auf eine neue Erfahrung haben und sich als Models versuchen wollen. Der Casting-Termin ist der 3. Mai 2019.

Über die Stadt Frankenberg (Eder):
Der erste gesicherte Nachweis über die Stadtrechte Frankenbergs stammt aus dem Jahr 1244. Die Philipp-Soldan-Stadt Frankenberg (Eder) feiert 2019 entsprechend ihr 775-jähriges Stadtjubiläum. Das Projekt mit der HsH und speziell die TRACHT-WERK SCHAU ist Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten.
Tradition und Moderne, Natur und städtisches Erleben, Lokalkolorit und Weltoffenheit – gemeinsam mit vielen anderen Akteuren hat die Stadt Frankenberg (Eder) für dieses besondere Jahr ein attraktives Jubiläumsprogramm zusammengestellt. Mehr Information unter www.frankenberg.de.

Über die Hochschule Hannover:
Die Hochschule Hannover ist wissenschaftlicher Partner des Projekts. Im Studiengang Modedesign an der Fakultät III – Medien, Information und Design hat man sich bereits in der Vergangenheit ausführlich mit regionaler Tracht beschäftigt – unter anderem in dem Projekt „Nach Neuem Trachten“ im Schaumburger Land. Darüber hinaus wird in diesem Studiengang eine nachhaltige Designstrategie verfolgt und gelehrt, unter Einbeziehung

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