Pflegestützpunkt des Landkreises feiert fünfjähriges Jubiläum

Korbach(nh). Der Pflegestützpunkt des Landkreises feiert in diesem Jahr sein fünfjähriges Bestehen  und hat sich durch seine unabhängige und individuelle Pflegeberatung sowie das umfangreiche Unterstützungsangebot längst in Waldeck-Frankenberg etabliert. Allein im vergangenen Jahr gab es über 1200 Beratungen, Tendenz steigend. Gemeinsam mit der AOK Hessen ist nun eine personelle Erweiterung der Anlaufstelle in Planung. Der Pflegestützpunkt bietet pflegebedürftigen Menschen sowie ihren Angehörigen umfassende Beratung zu allen Themen der Pflege, sowie zu sozialen Hilfsangeboten in unserem Landkreis. Informationen über die Leistungen der Pflegeversicherung, die Suche nach passenden Versorgungsmöglichkeiten, Koordinierung, Vernetzung und Beantragung von Leistungen gehören darüber hinaus zu den wesentlichen Aufgaben des Pflegestützpunktes. Die Mitarbeiter Matthias Engel und Udo Deigmann, beides Fachkräfte auf diesem Gebiet, machen sich im Erstkontakt ein Bild über den Hilfe- und Pflegebedarf. Dies kann durch ein Telefonat, einen Termin im Pflegestützpunkt oder aber auch bei einem Hausbesuch erfolgen. „Gemeinsam mit dem hilfebedürftigen Menschen und dessen Angehörigen erarbeiten wir einen individuellen Hilfeplan. Oft geschieht dies im Rahmen eines Hausbesuchs“, erklärt Matthias Engel. „Die Betroffenen entscheiden selbst, welches der verfügbaren Angebote sie in Anspruch nehmen möchten“, ergänzt Udo Deigmann. Beiden ist wichtig, dass die Beratung der Menschen neutral und gezielt auf ihren Bedarf zugeschnitten ist. „Denn so kann man allen Beteiligten am besten helfen.“ Diese individuelle Beratung ist sehr zeitintensiv. Besonders die Nachfrage nach Vor-Ort-Terminen im eigenen Zuhause der potenziell Pflegebedürftigen sei stark gestiegen. „Jedoch kann dies notwendig und sinnvoll sein, um sich ein Bild von der Umgebung des Menschen machen zu können“, betonen die beiden. Ziel sei es schließlich, die Menschen so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld versorgen zu können. In Waldeck-Frankenberg – Hessens flächengrößtem Landkreis – dauere die Fahrtzeit ähnlich lange wie die Beratung vor Ort. Darüber hinaus sind viele Beratungen sehr kurzfristig – beispielsweise, wenn ältere Menschen nach einem Sturz aus dem Krankenhaus entlassen werden und nun Pflege benötigen. Vor diesem Hintergrund haben sich der Landkreis Waldeck-Frankenberg und die AOK Hessen als Partner dazu entschieden, eine personelle Aufstockung des Pflegestützpunktes zu prüfen. Bereits im kommenden Jahr soll aus gemeinsamen Mitteln beider Partner eine weitere Vollzeitstelle geschaffen werden, um den Bedarf auffangen zu können. „Wir haben uns zur Prüfung dieses Schrittes entschieden, da diese so wichtige Beratung und Unterstützung durch den Pflegestützpunkt von immer mehr Menschen in Waldeck-Frankenberg angenommen wird“, betont Landrat Dr. Reinhard Kubat. „Wir als Landkreis möchten diesen Menschen die Unterstützung geben, die sie benötigen“, ergänzt der Erste Kreisbeigeordnete und Dezernent für den Fachbereich Soziales und Jugend Karl-Friedrich Frese. Weiterhin sei in den vergangenen fünf Jahren die Zusammenarbeit mit der AOK Hessen immer reibungslos und vertrauensvoll verlaufen. Das betont auch der Leiter der Pflegeberatung bei der AOK Hessen Axel Russ: „Bei den nicht immer einfachen Anforderungen, die der Bereich der Pflegeberatung mit sich bringt, hat die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Waldeck-Frankenberg immer vorbildlich funktioniert“, sagt er. „Wir freuen uns, diese Kooperation künftig mit noch mehr Leben zu füllen.“ Ab wann die personelle Verstärkung umgesetzt werden kann, wird sich aus den noch folgenden Detailgesprächen ergeben. „Es ist aber wichtig – auch in Anbetracht der demografischen Entwicklung – dass wir uns im Landkreis Waldeck-Frankenberg dieser langfristigen Aufgabe annehmen, für ein gutes Leben in unserer Region, besonders im Alter“, so Landrat Kubat.

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