Arbeitstreffen der Freien Demokraten auf der Kugelsburg

Arbeitstreffen der Freien Demokraten auf der Kugelsburg, Gast der Veranstaltung war der Vorsitzende von „Vernunftkraft Hessen“` Bernhard Klug. Foto:nh

Volkmarsen(nh) Seit Jahren treffen sich die FDP Kreistagsfraktionen aus Kassel-Land und Waldeck-Frankenberg zu gemeinsamen Arbeitssitzungen, um die oft gleichen Probleme in ihren Landkreisen zu besprechen und ihre Erfahrungen auszutauschen. Der Fraktionsvorsitzende der Waldeck-Frankenberger Dieter Schütz konnte auf der Kugelsburg neben seiner Kreistagsfraktion die Kasseler Vertreter Björn Sänger und Lasse Becker, der auch stellvertretender Vorsitzender der FDP Hessen ist, begrüßen. Neben Problemen des Kommunalen Finanzausgleichs (KFA) und der Sorge um die Unterbringung und Integration von Asylbewerbern, stand die Verabschiedung des Teilregionalplans Energie auf der Tagesordnung.

 Fraktionsvorsitzender Björn Sänger (Kassel-Land) wies auf die über 32.000 eingegangenen Einwände bei diesem Plan hin und legte noch einmal dar, dass die FDP durchaus einen Energiemix anstrebe, aber solange keine gesicherten Speichermöglichkeiten vorhanden sind, einen ungebremsten Ausbau von Windenergie- und Photovoltaikanlagen als nicht vernünftig ansieht. Um nicht falsche Anreize zu geben, sollte deshalb auch dringend das Erneuerbare Energiengesetz und das Energieeinspeisungsgesetz novelliert werden. Gast der Veranstaltung war der Vorsitzende von „Vernunftkraft Hessen“` Bernhard Klug, der ehemalige Bürgermeister von Trendelburg, der auch Vorsitzender der Sektion Hessen der Stiftung Deutscher Wald ist. Klug stellte die Arbeit der Bürgerinitiativen gegen Windkraft vor, die in Hessen recht großen Zulauf haben, aber regional unterschiedlich aufgestellt sind. Man war sich einig, dass einige Bewertungen der Windvorrangflächen im Entwurf der Regionalen Planungsversammlung doch recht willkürlich sind. So sind von den 772 derzeit in Hessen in Betrieb befindlichen Windkraftanlagen 517 außerhalb der jetzt ausgewiesenen Windvorrangflächen tätig. Während im Landkreis Kassel die Zahl der Windvorrangflächen deutlich gestiegen ist und besonders im Reinhardswald die Bevölkerung aufbringt, war in Waldeck-Frankenberg die Position der Freien Demokraten gegenüber Windrädern langzeitig durchaus befürwortend. „Nur mit der Neuauflage des Teilenergieplans Nordhessen regt sich auch in Waldeck-Frankenberg deutlicher Wiederstand. Dies hat vor allen Dingen mit der Nichtberücksichtigung kommunaler Einwendungen und der Vernachlässigung touristischer Aspekte zu tun“, so Dieter Schütz.

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