Schulbaumaßnahmen in Bad Wildungen und im Edertal

Kreisausschuss und Kreistags-Schulausschuss machen sich Bild vor Ort
Bad Wildungen/Edertal(pm). Eine kürzlich beendete Baumaßnahme – eine Maßnahme, die sich im Bau befindet – eine anstehende Sanierungsmaßnahme, nach diesem Prinzip führt der Landkreis Waldeck-Frankenberg als Schulträger einmal im Jahr eine Besichtigungstour zu seinen Bildungsinstituten durch. Teilnehmer sind die Mitglieder des Kreisausschusses und des Schulausschusses des Kreistags sowie Vertreter der zuständigen Fachdienste Gebäudewirtschaft und Schulen und Bildung. Gesunkene Corona-Inzidenzen ließen die Tour in 2021 nun glücklicherweise wieder zu, auf dem Programm standen jeweils zwei Schulbaumaßnahmen in der Kur- und Badestadt Bad Wildungen und in der Gemeinde Edertal. Landrat Dr. Reinhard Kubat und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese als Baudezernent hießen die Damen und Herren der beteiligten Gremien als erstes an der Helenentalschule in der Bad Wildunger Stresemannstraße willkommen. Schon von weitem waren die umfangreichen Bauarbeiten anhand des im Schulhof hoch aufragenden Krans zu erkennen. „Ende des letzten Schuljahres, also Mitte Juli 2021, ist die Helenentalschule hier an ihrem Standort außer Betrieb gegangen“, erläuterte Baudezernent Frese die grundlegende Sanierung des Gebäudes aus dem Jahr 1958 mit Erweiterungsbau aus dem Jahr 1972. „Wir planen, die rundum erneuerte Schule Anfang September 2022 wieder nutzen zu können“, ergänzte Landrat Dr. Kubat.

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Für das Lehrerkollegium und die Schülerschaft der Helenentalschule bedeutete die 6,8 Millionen Euro kostende Baumaßnahme erst einmal eine enorme Herausforderung: Der komplette Schulbetrieb musste an zwei andere Standorte verlagert werden. „Nach den Osterferien haben wir mit dem Räumen begonnen und es tatsächlich geschafft, bis zu den Sommerferien die Schule leer zu haben“, zeigte sich Schulleiterin Daniela Reim zufrieden. Erste Klasse, Betreuung und Verwaltung zogen in die Außenstelle Fuchsrain um, die 2. bis 4. Klassen haben Unterschlupf in der Gesamtschule Edertal gefunden, Sport wird weiterhin in der Helenental-Sporthalle unterrichtet. Dieser Kraftakt sei anfangs organisatorisch herausfordernd gewesen, inzwischen funktioniere aber alles, bis hin zur täglichen Busfahrt ins Edertal.

Wenn die Helenentalschule grundsaniert im Herbst 2022 wieder an den Start geht, wird sie über komplett neue haustechnische Anlagen verfügen Heizung, Sanitär, Elektro; auch die sicherheitstechnischen Anlagen sowie notwendige brandschutztechnische Maßnahmen werden umgesetzt sein. Der ehemalige Verwaltungsbereich der Schule wird in Holzrahmenbauweise aufgestockt, Betreuungsräume und Verpflegungsbereiche für eine ganztägig arbeitende Schule geschaffen. Neuen Komfort bietet künftig eine Fußbodenheizung, vor allem aber auch eine Lüftungsanlage, die zusammen mit der klassischen Fensterlüftung für die notwendige Luftqualität sorgt. „Mit den entstehenden acht Klassenräumen, zwei Differenzierungsräumen, dem Kreativraum, einer Bibliothek bzw. Mediathek und einigen Nebenräumen haben wir den vorhandenen Baukörper dann optimal an die schulischen Belange angepasst“, betonten Landrat und Baudezernent.

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Nächste Station auf der Schultour waren die Sporthalle der Ense-Schule und die Ense-Schule selbst, letztere für einen kurzen Blick in die beispielhaft nutzerfreundlich gestaltete Aula und die hellen, freundlichen Klassenräume. Bei der Ense-Sporthalle ist aufgrund des Alters des Gebäudes aus dem Jahr 1990 und der hohen Nutzungsfrequenz – die Damen-Bundesliga-Handballmannschaft der Vipers trägt dort ihre Heimspiele aus – wie bei der
Helenentalschule eine Generalsanierung erforderlich. In diesem Rahmen erfolgt auch eine statische Ertüchtigung der Brettschichtholzbinder. Insgesamt 6,3 Millionen Euro werden in der Ense-Sporthalle investiert. Zum Abschluss konnten sich die Teilnehmer an der Schultour im Schulzentrum Edertal noch von der gelungenen Sanierung der Grundschule Edertal überzeugen. Von 2015 bis 2020 wurde die Schule für eine Summe von 7,4 Millionen Euro nicht nur von Grund auf erneuert. Sie hat auch die erforderlichen Räumlichkeiten für eine ganztägig arbeitende Schule erhalten, u. a. eine Mensa nach den modernsten Anforderungen und Bereiche für die Nachmittagsbetreuung.

In der Gesamtschule Edertal warfen die Damen und Herren der beiden Gremien noch einen Blick in die Klassenzimmer, die der Helenentalschule zur Verfügung gestellt wurden, und zeigten sich sehr angetan von der heimeligen Atmosphäre dort. Die Gesamtschule selbst steht als eines der Großsanierungsprojekte des Landkreises in den nächsten Jahren an. Erforderlich ist dies auch hier aufgrund des Alters des Gebäudes: Es kann im nächsten Jahr sein 50-jähriges Jubiläum feiern. Errichtet als Stahlbeton-Skelettbau, zeigt sich die Schule nun vor allem energetisch optimierungsbedürftig. Als Besonderheit weist sie Elektroheizung im gesamten Gebäude auf. Die Fassade wurde mit Waschbeton-Sandwichplatten gestaltet. Nun soll die Schule durch die Gesamtsanierung ihrem großen Einzugsgebiet gemäß rundum fit für die Zukunft gemacht werden.

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