Der Osterhase bringt keinen Perspektivenplan für Hessens Schulen – Kultusminister Lorz ist gefordert

Wiesbaden(pm). Mit den Feiertagen beginnen die Osterferien an Hessens Schulen. Der bisherige Plan des Hessischen Kultusministeriums sieht vor, dass nach den Osterferien die Schülerinnen und Schüler der Grundschulen an allen fünf Schultagen in den Präsenzunterricht und die höheren Jahrgänge in den Wechselunterricht zurückkehren. Dieses Vorhaben kritisiert die SPD-Landtagsfraktion als unrealistisch und fordert von Kultusminister Alexander Lorz einen einhaltbaren Plan: „Nachdem der Kultusminister bislang alle Schulferien seit Beginn der Pandemie verschlafen hat, anstatt die Zeit für die Erarbeitung sinnvoller Pläne zu nutzen, sollte Herr Lorz nicht auch noch die Osterferien verschwenden. Jedem, der einen Blick auf die aktuelle Infektionslage wirft, wird schnell klarwerden, dass ein vollständiger Präsenzunterricht für unsere Grundschülerinnen und Grundschüler nach Ostern mehr als unrealistisch sein wird. Dies wird noch dadurch verschärft, dass die Impfstrategie für die Beschäftigten an unseren Grundschulen nicht vorankommt. Wir bleiben deshalb bei unserer Forderung, den Wechselunterricht für alle Jahrgänge einzuführen. So können Abstände eingehalten werden. Angstfreies und sicheres Lernen für alle wird gewährleistet. Und vor allem: Nur so wird der Unterricht endlich für alle planbar,“ sagt die heimische Abgeordnete Dr. Daniela Sommer.

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Es sei für die Chancengleichheit dringend erforderlich, dass die 243.000 Schülerinnen und Schüler der 7. bis 11. Klassen, für die die Schulen seit Mitte Dezember geschlossen sind, endlich wieder tageweise in Präsenz unterrichtet werden. Degen wies darauf hin, dass Schulleitungen, Lehrkräfte, Schüler und Eltern unter dem ständigen Wechsel zwischen Extremen seit mehreren Monaten stark leiden würden. „Wir haben in Hessen Schulen, an denen je nach Jahrgangsstufe bis zu drei unterschiedliche Modelle umgesetzt werden müssen. Das ist eine immense Belastung für die Lehrkräfte und es geht zulasten der Planbarkeit und Realisierbarkeit des Unterrichts“, kritisierte Sommer. „Es liegen noch schwierige Wochen und Monate vor uns – in dieser Zeit helfen keine Luftschlösser, sondern nur pragmatische Ansätze wie der Wechselunterricht für die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen bis zu den Sommerferien, sofern keine merkliche Besserung der pandemischen Situation eintritt“. Gleichzeitig müsse eine Betreuungsgarantie für die Klassen 1-6 sowie betreutes Lernen für Härtefälle in höheren Jahrgängen sichergestellt werden. „Außerdem muss dem Testen von allen an Schulen Beschäftigten sowie von Schülerinnen und Schülern Priorität eingeräumt werden. Wir fordern deshalb: Zweimal die Woche Tests für alle, und das mit möglichst wenig Bürokratie. Sinnvoll wäre es, wenn das Kultusministerium das Testen an Schulen an externe Dienstleister vergeben würde, um die Schulleitungen zu entlasten“, so die Gesundheitsexpertin Dr. Daniela Sommer. Auch müsse bei den Eltern und Erziehungsberechtigten für die Nutzung von Schnell- und Selbsttests geworben werden.

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